Herman Ottó szerk.: Természetrajzi Füzetek 3/1-4. (Budapest, 1879)

1. szám

41 Exemplaren, worauf ich weiter unten noch zurückkehren werde. Ferner machte ich die Beobachtung, dass mehrere nucleolenlose Generationen den mit Nucleolen versehenen vorausgehen ; jene vermehren sich durch Theilung, während die letzteren sich auch noch wohl hin und wieder theilen, eigentlich aber jene Generation vertreten, welche Conjugationen eingeht. Nach meinen Beobachtungen ist die Zahl der Nucleolen vor der Conjugation stets zwei, jeder Nucleus besitzt je einen kugelförmigen, grau­lichen und etwas fettglänzenden Nucleolus, welcher im Inneren des Kernes zu sitzen scheint (VIII. 6.), doch sah ich einige Male bei Profilansicht als ob die Nucleolen von den Kernen nicht umschlossen wären, sondern an ihrer Seite in einer Vertiefung lägen, was ich aber mit ganzer Sicherheit doch nicht entscheiden konnte. Die Paare conjugiren sich stets mit dem entgegengesetzten Körper­rand und sind während der Conjugation zur Hälfte des Vorderkörpers übereinander geschoben (VIII, 3—5.), so etwa, wie wenn man die flachen Hände in der Breite von 1—2 Finger übereinander legte. Die Schwanz­enden bleiben frei und gequetschte Paare scheinen zu zeigen, dass die anliegenden Ränder nicht in ihrer ganzen Länge verschmelzen (VIII. 5.). STF.IN berichtet über die Veränderungen der Amphilepten, von wel­chen er die Litonoten nicht trennt, folgendes: «Sie erleiden während der Conjugation keine andere Veränderung, als dass sich der Nucleolus zu einer Samenkapsel entwickelt, wie BALBIANI für Amphileptus Anas (?) nachwies, und ich bei anderen Arten beobachtete; was aber aus den Fortpflanzuugs­Organen nach aufgehobener Conjugation wird, das hat noch Niemand erforscht. 1 7 Ferner beschreibt BÜTSCIILT die Conjugation der mit L. fasciola nahe­verwandten Amphileptus Anas mit folgenden Worten : «Bei Amphileptus Anas, welches Infusor auch BALBIANI zum Gegenstande seiner Untersu­chungen gemacht hat, sehe ich nach erfolgter Conjugation die beiden ovalen Nuclei jedes Thieres sich so innig zusammenschmiegen, dass nun jedes der conjugirten Exemplare anscheinend nur einen ziemlich ansehn­lichen ovalen Nucleus enthält. Diesem liegt eine spindelförmige Samen­kapsel an. Nach Iß Stunden wieder untersucht, enthielten die Thiere je drei fast gleich grosse, helle Kugeln, die durch die Bewegungen des Leibes­inhalts vielfach verschoben wurden. Nach Verlauf weiterer vier Stunden hatte sich hiezu noch eine kleinere, helle Kugel gesellt. Vier Stunden später waren die Kugeln des einen Thieres recht undeutlich geworden, im andern Hessen sie sich noch wahrnehmen. Nach zwei Stunden trat in einem der Thiere ein ziemlich grosser heller Körper deutlich hervor, daneben waren noch zwei kleine helle Kugeln sichtbar. Jetzt trennten sich die Thiere, leider vielleicht durch einen zufällig auf sie ausgeübten Druck hiezu veranlasst. Das eine der Thiere zeigte noch nach zwölf Stunden

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