Herman Ottó szerk.: Természetrajzi Füzetek 3/1-4. (Budapest, 1879)
1. szám
42 <lie grosse helle Kugel und daneben die zwei kleineren, von welchen jede ein dunkles Körperchen zu enthalten schien.» 1 8 Meine Beobachtungen über die Conjugation des L. fasciola stimmen mit denen von BÜTSCHLI am naheverwandten Amphileptus Anas angestellten in Vielem überein, in einigen Einzelnheiten gelang es mir mehr zu sehen als BÜTSCHLI, in anderen hingegen können BÜTSCHLI'S Beobachtungen die meinigen ergänzen. An solchen Paaren, welche noch zwei Nuclei und Nucleoli besitzen und offenbar nur vor kurzer Zeit die Conjugation eingegangen sind, scheint mir die erste durch die Conjugation hervorgebrachte Veränderung darin zu bestehen, dass beide Kerne aufquellen und in Folge dessen näher an einander zu rücken scheinen, aber durchaus nicht verschmelzen, während die Nucleoli, deren Substanz heller wurde und ihre grauliche Färbung, sowie den Fettglanz verlor, sich zu einem ovalen oder citronenförmigen Körper vereinigen. Dies ist jene unpaare «Saamenkapsel», welche von BALBIANI, STEIN und BÜTSCHLI erwähnt wird und welche ganz bestimmt durch die Verschmelzung der beiden Nucleoli entstand ; ich muss jedoch bemerken, dass ich nicht im Stande war an diesen verschmolzenen und auch in ihrer Substanz veränderten Nucleolen jene charakteristische longitudinale Streifung, welche an den Nucleolen conjugirter Paramaecien und Oxytrichinen so deutlich zu sehen ist, zu erkennen. Die nächste Veränderung besteht in dem, dass jeder der stark gequollenen Kerne durch simultane Theilung in 3—4 Kugeln zerfällt (VIII. 3. die Kugeln sind leider zu dunkel scliattirt!); die Umrisse dieser Kugeln werden allmälig undeutlich und endlich verschmelzen sie gänzlich mit dem Endoplasma. Während dem werden auch die Contouren des durch die Vereinigung der beiden Nucleoli gebildeten Körpers undeutlich, und nachdem er sich nun durch Lichtbrechung vom Protoplasma nicht unterscheidet, wird er kaum ausnehmbar ; dass er aber dennoch nicht ganz verschwindet, von dem kann man sich durch Anwendung von Essigsäure auf das bestimmteste überzeugen. Nachdem die durch das Zerfallen des Kernes entstandenen Kugeln bereits mit dem Protoplasma des Infusionskörpers verschmolzen sind, treten dort, wo der durch die Vereinigung der beiden Nucleoli entstandene Körper lag, zwei helle Kugeln auf, welche nichts anderes sind, als die neuen Kerne, welche noch keine Nucleolen enthalten (VIII. 4.). Während die beschriebenen Veränderungen auftreten, verschwinden allmälig die fettglänzenden Körnchen des Endoplasma, was wohl dem sehr lebhaften Stoffumsatz zuzuschreiben ist; statt ihnen treten das Licht sehr stark brechende, bei durchfallendem Licht schwarz erscheinende 'Körnchen auf, durch welche die beiden neuen Kerne gewissermassen hervorleuchten (VIII. 4.), ausserdem wurde der übrige Tlieil des Körpers auffallend hell und farblos und nicht selten verschwanden auch die Stäbchen des linken Körperendes. Die con-