Herman Ottó szerk.: Természetrajzi Füzetek 3/1-4. (Budapest, 1879)

1. szám

39 In der Mittellinie des Schwänzendes liegt eine grössere contractile Vacuole, welche regelmässig rhythmisch pulsirt und ihren Inhalt auf der Rückenseite durch eine feine Oeffnung, welche bei der Systole recht gut ausnehmbar ist. entleert ; ausser dieser Haupt­Vacuole konnte ich längs des linken Körperrandes noch beständig 4—5 kleinere unterscheiden, welche in sehr unregelmässigen Zeiträumen verschwanden und wieder erschienen. Wie bei allen Litonotus-Arten und den meisten Amphilepten, kom­men auch bei L. grandis zwei sphaerische Kerne vor, welche ungefähr in der Mitte des Körpers an der Bauchseite liegen, wesswegen sie auch im Falle, dass das mit Nahrung vollgestopfte Endoplasma einen sackförmigen Buckel bildet, schwer zu unterscheiden sind. Die Kerne selbst bestehen entweder aus einer feingekörnten, fast homogen erscheinenden Substanz (VIII, 1.), oder aus einer homogenen, hyalinen Grundsubstanz, welche in gleichweiten Abstanden das Licht stärker brechende homogene Kügelclien enthält (VIII. 2.); durch Essigsäure-Behandlung lässt sich eine Kernmem­bran gewöhnlich leicht abheben. Ob die zwei Kerne mit einem Faden ver­bunden sind, liess sich nicht eruiren ; bei anderen Arten von Litonotus und bei den Amphilepten sind ähnliche Zwillingskerne stets verbunden und ich glaube, dass der Verbindungsfaden auch bei L. grandis vorhanden sein dürfte. Der L. grandis stimmt mit keiner der Süsswasser-Arten von Lito­notus, deren nähere Kenntniss wir dem wiederholt erwähnten, ausgezeich­neten polnischen Forscher verdanken, überein; doch scheint er sehr nahe zu stehen zu Loxophyllum rostratum, welches marine Infusionsthier COHN in einem von Helgoland stammenden Wasser beobachtete, 1 4 dessen Kör­perform, zwei Kerne, eine Haupt- und mehrere Nebenvacuolen an unser Infusionsthier erinnern; wenn ich aber in Betracht ziehe, dass das von COHN beschriebene Infusionsthier am rechten Körperrande, — wie Loxo­phyllum Meleagris, — spitzige Wärzchen trägt, welche bei L. grandis nicht vorkommen, ferner, dass das marine Infusionsthier die Stäbchen an dem rechten, concaven Rand des Rüssels, sowie auch die Nebenvacuolen an demselben Körperrande trägt, während bei L. grandis alle diese Gebilde sich auf der entgegengesetzten Seite befinden, gleich wie bei den von WUZKSNIOWSKI beschriebenen und auch bei Klausenburg vorkommenden Litonotus varsaviensis und L. diaphanus, r' dies Alles in Betracht genom­men ist es unmöglich die beiden Infusorien für identisch zu halten. LITONOTUS FASCICOLA, EHRKNUK.IM». (VIII. Taf. Fig. :t— ti. I leb erwähnte bereits, dass in der Gesellschaft des L. grandis stets sehr zahlreich der viel kleinere, etwa die Länge von 0*1 "fa erreichende

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