Herman Ottó szerk.: Természetrajzi Füzetek 3/1-4. (Budapest, 1879)

1. szám

nielir-minder gehoben und bildet gewissennassen einen sackförmigen Buckel, welcher besonders bei Seitenansicht deutlich wird. Die Gesammt­form ist, wie bei anderen Litonotus-Arten, oder bei Loxophyllum Meleagris, lanzenförmig, nach vorne sich in einen Rüssel verschmälernd, welcher gleich einem ungarischen Säbel an der Spitze gekrümmt, rechterseits con­cav, linkerseits convex ist und hier stets einen auf die Rückenseite gestülp­ten Saum trägt ; der hintere Körpertheil endet, je nachdem das Infusions­thier sich streckt, oder contraliirt, bald spitz, bald stumpf. Der ganze Körper ist in hohem Grade contractu und zeigt sich bald gestreckt und verschmälert (VIII. 2), bald contraliirt und ausgebreitet (XIII. 1.). Der Iiiissel ist besonders contractil und mobil, doch erreicht er beiweitem nicht jene blitzartige Beweglichkeit, wie bei Litonotus folium. Auf der Bauchseite lassen sich zweierlei Streifen unterscheiden 1—5 ziemlich weit stehende Längsstreifen ziehen wohl zuerst die Auf­merksamkeit auf sich, welche besonders bei gestrecktem Körper zu sehen und eigentlich nur Falsen sind, welche erscheinen und wieder verschwinden (VIII. 2.); ferner dicht stehende sehr feine Streifen (VIII. 1.), welche jenen bei sehr vielen Infusorien vorkommenden feinen Streifen entsprechen, welche, wenn sie nur einfach elastisch sind, aber keine selbständige Con­tractilitiit besitzen und mit der Grenzmembran des Ectoplasma in engerem Zusammenhange stehen, für cuticuläre Streifen, — wenn sie hingegen auch eine selbständige Contractilität besitzen und nicht mit der Grenzmembran, sondern vielmehr mit dem Ectoplasma eng zusammenhängen, für Muskel­streifen, oder nach HAECKEL'S Benennung für Myoplianstreifen gelten ; nach meiner Auffassung wenigstens ist es ganz unmöglich, zwischen Cuti­cular- und Myophanstreifen eine scharfe Grenze zu ziehen. Diese letzteren beständigen Streifen laufen, der Körperform des Litonotus entsprechend geschweift, von der Spitze des Rüssels zum Schwanzende und sind an beiden Enden je in einem Punkte vereinigt, was man freilich nur bei sehr hoch­gradiger Contraction wahrnimmt und in diesem Falle erhalten wir, — von der grösseren Zahl und Gedrängtheit der Streifen abgesehen, — im Ganzen dasselbe charakteristische Bild der Streifung, wie bei Litonotus fasciola (I. <">.): zumeist scheinen aber die Streifen aus einem mittleren bogenför­migen zu entspringen, welcher jedoch thatsächlich nur einer Furche ent­spricht, welche sich bei der Dehnung des Rüssels bildet, um bei der gänz­lichen Contraction desselben, welche allerdings nur sehr selten eintrifft, spurlos zu verschwinden, und in diesem Falle ist dann das Entspringen der Streifen aus einem einzigen Punkte ganz deutlich zu beobachten. Der Litonotus grandis trägt, wie die Litonotus-Arten überhaupt, nur an der Bauchseite Cilién, ist mithin hypotricli und dies ist eben der Cha­rakter, weshalb WUZKSNIOWSKI das Genus Litonotus vom nahe verwandten Loxophyllum und Aiuphileptus, welche auch auf der Rückenseite bewiin-

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