Herman Ottó szerk.: Természetrajzi Füzetek 3/1-4. (Budapest, 1879)

1. szám

34 5. Ervilia salina, n. sp. 6. Metopus sigmoides, CLAP. & LACHM. 7. Sparotriclia vexillifer, n. g. et sp. 8. Stichotricha Mülleri ( = Chaetospira Mülleri & Ch. mu­cicola, Lachm.) 0. Styloplotes appendiculatus, S TEIN. 10. Euplotes Harpa, STEIN. 11. Yaginicola crystallina, var. grandis (= V. grandis, Perty.) Von den angeführten Infusorien wurden Placus striatus, Lacrymaria Lagenula, Styloplotes appendiculatus und Euplotes Harpa bis jetzt nur im Seewasser angetroffen ; Metopus sigmoides und Yaginicola crystallina lebt sowohl im Süss- als auch im Seewasser ; Enchelys nebulosa und Sti­chotricha Mülleri sind Süsswasser-Eormen, doch gehören beide zu Gattungen, welche auch im Seewasser vertreten sind ; von den drei neuen Infusorien sind die nächsten Verwandten der Ervilia salina, E. Üuviatilis ausgenommen, marine Arten, während die Verwandten von Litonotus gran­dis im Süss- und Seewasser leben,* die Sparotriclia vexillifer endlich steht am nächsten mit dem Genus Stichotricha, dessen Repräsentanten sowohl im Süss- als auch im Seewasser vorkommen. Aus dieser Zusammenstel­lung folgt, dass die in meiner ersten Abhandlung angeführte Behauptung, nach welcher die Infusorien-Fauna der Salzseen näher zur marinen, als zur Süsswasser-Fauna steht, an den neueren Beobachtungen eine weitere Stütze findet. Es sei mir gestattet ausser der Beschreibung der neuen Salzwasser­Infusorien noch einige an anderen Salzwasser-Infusorien gemachten Beo­bachtungen mitzutheilen. LITONOTUS GRANDIS, n. up. (VIII. Tai. Fi«. 1—2.1 Ich fand dieses ansehnliche, die Länge von 0-4 mj m erreichende Infu­sionsthier in der Gesellschaft des verhältnissmässig zwerghaften Litonotus fasciola ziemlich häufig, doch stets vereinzelt im lange aufbewahrten Wasser des Salzteiches. Im ersten Augenblicke könnte man es mit Loxo­phyllum Meleagris verwechseln ; von welchem es aber, ausser den von WRZESNIOWSKI umschriebenen generischen Characteren, durch die sogleich zu besprechenden Organisations-Verhältnissen bedeutend abweicht ; mit anderen Species von Litonotus dürfte es kaum zu verwechseln sein. An seinem Körper ist eine Bauch- und eine Rückenseite scharf aus­geprägt, jene ist ganz flach, von der Rückenseite hingegen ist der mittlere Theil, besonders bei contrahirten und mit Nahrung erfüllten Exemplaren,

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