Szemészet, 1985 (122. évfolyam, 1-4. szám)
1985 / 3. szám
Abb. 2. Visus vor und nach der Extraktion von 131 kupf erhaltigen intraokularen Fremdkörpern : 3 Gruppen zum Vergleich hinsichtlich des präoperativen Anteiles schwerer Schädigungen (kleines Quadrat links unten : 70 : 43 : 5%). Bei den Fällen mit erloschenem ERG sind bei postoperativ verändertem Visus kleine Zahlen für die Verweildauer eingetragen. Auch sie zeigen bemerkenswerte Widersprüche mung besessen, was bei den 20 Augen mit Kupferdrahtverletzung nur 1 X der Fall war. Dementsprechend kann man die Augen mit unveränderter Funktion nur bei der 2. und 3. Gruppe als positiv bewerten, da nur hier dem Patienten eine verwertbare Sehleistung erhalten werden konnte. Zusammenfassung Daten aus prä- und postoperativen Befunden zeigen, dass es nicht möglich ist, unter den konditionierenden Faktoren der akuten exogenen Chalkose des Auges konstante Prioritäten zu setzen. Die Korrosionskraft eines Fremdkörpers wird in praxi mehr von seiner Lage im Augapfel und der Möglichkeit seiner Einwirkung auf reaktive Gewebe, als von der Qualität der Legierung bestimmt. Die Gestalt des Fremdkörpers beeinflusst den mechanischen Einschussschaden — auch an inneren Augengeweben — erheblich. Die Verweildauer des Fremdkörpers kann unbedeutend werden, wenn er sich in einem Bereich befindet, der weit von reaktiven Geweben entfernt ist. Zusammen mit einer minimalen oder geringen Freisetzung von Kupferionen ergeben sich dann die Voraussetzungen für das „klassische“ Bild der chronischen Chalkose. Gelegentlich aber wird durch frühzeitige fibröse Umhüllung auch die chemische Aktivität eines grösseren Fremdkörpers relativ schnell ausgeschaltet, der in der Nachbarschaft reaktiver Gewebe liegt. Das kann dann mit Erhaltung einer Restfunktion einhergehen. Es gibt Lokalisationen, die prognostisch günstiger sind. Neben dem kleinen Partikel im Zentrum des Glaskörpers sind es vor allem Fremdkörper, die prääquatorial wandparallel zu liegen kommen und dort alsbald Infiltration und Fibrose auslösen. In solchem Zusammenhang ist transvitreale Traktion selten zu beobachten. Für eine differenzierte chirurgische Therapie ist auch in der Ära der Vitrektomie eine exakte präoperative Analyse mit Einsatz aller diagnostischen Methoden unerlässlich. Tierversuche allein können unsere Vorstellungen von der multifaktoriellen Beeinflussung des Verlaufes einer exogenen Metallose nur bedingt fördern. Langzeitige Nachuntersuchungen an grösseren Krankengruppen sind auch in Zukunft erforderlich, wenn wir die metallotischen Prozesse und ihre Beeinflussung vor und nach der Entfernung der verursachenden Fremdkörpers besser verstehen wollen. 133