Századok – 1935

Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128

SZÁZADOK, 1934. I—X. 23 von einer grossen Phantasie, stellen aber den Rezensenten vor eine sehr schwierige Aufgabe, da der Verfasser nie mitteilt, wann er selber an die Richtigkeit seiner Behauptungen und Lösungen tatsächlich glaubt und wann nicht. Es gibt kaum ein zweites Buch auf diesem Gebiete, in dem die Wendungen „es könnte sein", „es wäre möglich" so oft vorkämen, wie in D.'s Buch ; allerdings kommt es bei ihm nicht selten vor, dass er seine Kombination einmal als Möglichkeit und ein andermal als das gesicherte Ergebrv'0 einer methodischen Forschung hinstellt. Seine etymologische Methode ist recht einfach : bei jedem Personen- und Ortsnamen (möglichst unklaren Ursprungs), dessen Klang an eine rumänische Wortform erinnert, stellt er den rumänischen Ursprung fest. Ei' arbeitet mit den Griffen der Propaganda : behauptet, ohne zu beweisen und stellt es dem Ungläubigen anheim, die Unrichtigkeit seiner Behauptungen nachzuweisen. Murarik, Anton über Luby, Stephan : Liptovsky a turtiansky register z roku 1391. (Die Register von Liptó und Turóc aus dem Jahre 1391.) (S. 221.) — Die Studie ist unter der geistigen Führung Prof. Rauschers entstanden, der die Existenz einer eigenen slowa­kischen Rechtsgeschichte nachzuweisen versucht. Der Verfasser ist der Ansicht, dass die zwei wichtigsten Quellensammlungen der slowakischen Rechtsgeschichte die zwei erwähnten Register sind und deshalb unternahm er deren Bearbeitung aus dem Gesichts­punkte der Geschichte des Privatrechtes. Trotz ihrer Originalität bringt aber seine Studie kaum etwas, was der ungarischen Geschi ehts­schreibung bisher unbekannt gewesen wäre und auch der Nach­weis einer selbständigen slowakischen Rechtsgeschichte ist ihm misslungen. Die sporadischen particularen Züge, auf die er hin­weisen kann, entspringen den Besonderheiten der lokalen Ver­hältnisse und der Besiedelung und verschwinden gänzlich in der einheitlichen ungarischen Rechtsmaterie, die er als die Rechts­ordnung der Register darstellt. Letzten Endes ist also die Studie ein unfreiwilliges Zeugnis für die historische Integrität des unga­rischen Rechtsgebietes. Domanovszky, Akos über Fitz, •Josef : Andreas Hess, der Ofener Wiegendrucker. (Ung.) (S. 224.) — Trotz der Popularität, der sich Hess in dem ungarischen historischen und literatur­geschichtlichen Schrifttum erfreut, ist F. der erste, der sich wirklich eingehend mit ihm befasst hat. Das umfangreiche Wissen und die lebendige Invention des Verfassers, der sich eines ganz modernen Forschungsapparates bedient, bürgen für den Erfolg der bahnbrechenden Arbeit. Er bereichert das uns bisher bekannte Bild Hess' mit einer ganzen Reihe von neuen Zügen, wobei er die Gewissheiten immer scharf von den Wahrscheinlichkeiten trennt. Er hat manches unbekannte und unvermutete über den Meister Hess, über seinen Typenvorrat, über den Betrieb der Ofener Druckerei, über seine Abstammung usw. mitzuteilten und weiss sogar über einen bisher unbekannten vermutlichen Druck der Hess'schen Offizin zu berichten.

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