Századok – 1935

Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128

If. SZÁZADOK, 1934. 1 X. Váczy, Péter über Ligeti, Paul, : Der Weg aus dem Chaos. Eine Deutung des Weltgeschehens aus dem, Rhytmus der Kunst­entwickulng. (S. 227.) — L. baut seine Ausführungen auf die Beobachtung auf, dass die einzelnen Perioden der Kunstgeschichte, die einzelnen Kunststile, einmal der Malerei am nächsten stehen, ein andermal der Plastik oder sogar der Architektur, Er meint auch eine regelmässige Aufeinanderfolge dieser verschiedenen Kuntstile feststellen zu können : auf eine Periode der Hegemonie der Architektur soll immer eine bildhauerische Periode und darauf eine malerisch empfindende folgen. Dass er die gesamte Kunst­entwicklung, ja, sogar fias Weltgeschehen, in dieses dreigliedrige Schema hineinzwingen will, wirkt selbstverständlich forciert und wenig überzeugend. Deér, Josef über Hampe, Karl : Das Hochmittelalter. Geschichte des Abendlandes von 000—1250. (S. 231.) — H.'-s Interesse wendet sich in erster Reihe den historischen Individuen, ihrer die Ge­schichte gestaltenden Tätigkeit und ihrem Verhältnis zu den Institutionen und zum im Rankeschen Sinne aufgefassten Zeit­geist zu. In unserer Zeit der Geistesgeschichte und der soziologi­schen Geschichtsbetrachtung macht das von H. gegebene Bild den Eindruck einer übermässigen Einfachheit und Hintergrund­losigkeit. Das Mittelalter sieht er als etwas Fertiges, Feststehendes an und vernachlässigt infolgedessen die Kräfte, die dieses Zeitalter als eine einmalige und individuelle Erscheinung erzeugt haben. Es ist seinem bedauernswerten Mangel an ethnologischer Schulung zuzuschreiben, dass er das Mittelalter noch immer auf die alte Weise als eine germanisch-romanische Kulturgemeinschaft ansieht, die aus der Begegnung der antik-christlichen und der germanischen Welt hervorging ; von den Ergebnissen der völkerkundlichen Universalgeschichte nimmt er überhaupt keine Notiz. Huszti, Josef über Martin, Alfred : Soziologie der Renaissance. (S. 233.) — Der Verfasser ist historisch erstklassig orientiert. Trotzdem hat man den Eindruck, dass er sich diesmal in allzu hohe Regionen verstieg, dass er aus der Hochburg der Abstraktion die Geschichte betrachtend, nur noch die wesentlichsten Züge erkennt, die Einzelheiten aber nicht mehr. Es ist jedenfalls beruhigend, dass diese wesentlichsten Züge im grossen und ganzen mit den von Burckhardt skizzierten übereinstimmen. Verall­gemeinernd könnte man das Werk mit der Formel charakteri­sieren, dass es die wichtigsten Thesen Burckhardts zu einem System zusammenfasst und die Mängel und Lücken dieses Systems ergänzend ausfüllt. Trotz seiner Mängel und seiner zum Wider­spruch herausfordernden Feststellungen, gibt das Werk sehr viele anregende, befruchtende Gedanken, — es gibt nicht viel Bücher, die ein höheres Lob verdienen. Komoróczy, Georg über Brückner, Alexander : Dzieje kultury polskiej. Bd. I—III. (S. 236.) — Das Buch ist bisher die beste Synthese der polnischen Geschichte. D. ist ein Forscher mit sehr

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