Századok – 1935

Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128

22 SZÁZADOK:, 1934. I—x. die zwei ersteren ; er berichtet in chronologischer Reihenfolge über die Ereignisse von nur drei Jahren. Die Ausführlichkeit gereicht aber dem Werke nicht zum Nachteil, der Reichtum an Einzelheiten belebt die Erzählung. Der Band ethält nur die politische Geschichte der drei Jahre ; die Kultur- und Sozial­geschichte sind einem 4. Bande vorbehalten. Szentpétery, Emmerich über Kehr, P. : Die Kanzlei Ludwigs des Deutschen — und — derselbe : Die Kanzleien Karlmanns und Ludwigs des Jüngeren. (S. 97.) — Die neuere Erweiterung des Forschungsgebietes der Diplomatik kann natürlich nicht das Aufgeben der alten bewährten Grundlagen bedeuten. Das dies auch nicht der Fall ist, zeigen u. a. die neueren Bände der Monu­menta Germaniae Historica. Die zwei hier besprochenen Studien des hervorragenden Vertreters der klassischen deutschen Diplo­matik fassen die historischen und diplomatischen Ergebnisse zusammen, die das neuerdings in den Monumenta veröffentlichte Material liefert und zeigen wieder einmal, wie ergebnisreich die diplomatische Forschung auch für die Allgemeingeschichte ist, — wie manche scheinbar ganz spezifische diplomatische Tatsachen geeignet sind, sonst gänzlich unzugängliche politische Verhält­nisse und historische Ereignisse zu beleuchten. Lederer, Emma über Spangenberg, Hans : Territorialwirt­schaft und Stadtwirtschaft. (S. 102.) — S. befasst sich mit einer Detailfrage der Wirtschaftsstufentheorien und polemisiert haupt­sächlich mit G. von Below. Er behauptet, dass von einer Stadt­wirtschaft in dem von Bücher und Below gebrauchten Sinne des Wortes nur in bezug auf die Grossstädte gesprochen werden kann. Thomas-Treml, Ludwig über Driiganu, Xocolae : Românii ín veacurile IX—XIV ре baza toponimiei si a onosmasticei. (Die Geschichte der Rumänen im 9—14. Jahrhundert auf Grund der Orts- und Personennamen.) (S. 211.) — Das Buch stellt einen bisher unerreicht kühnen Flug des dakoromanischen Pegasus dar. Wir wollen uns hier diesmal nur mit seinen Behauptungen über die pannonische Urbevölkerung befassen, deren Unwissen­schaftlichkeit und Übertreibungen wohl auch von den nicht voreingenommenen Landsmännern des Verfassers mit wenig Begeisterung aufgenommen werden. Der Verfasser versucht, den Beweis zu führen, dass die landnehmenden Ungarn in Panno­nién, d. h. im heutigen Transdanubien, eine rumänische Urbevöl­kerung vorgefunden haben. Er beruft sich hierbei auf die Arbeit des bekannten ungarischen Chronisten Meister P. (Anonymus), ferner auf Ergebnisse der Orts- und Personennamenforschung. Bei Anonymus kommt nähmlich der Ausdruck romani vor ; ü. stellt nun gänzlich willkürlich, ohne ein ernstes wissenschaft­liches Argument hierfür liefern zu können, die Gleichung : romani = pastores romanorum = blachii auf. Die gänzliche Unhalt­barkeit dieser These kann sehr leicht nachgewiesen werden. Die Personen- und Ortsnamen, auf die er sich beruft, zeugen

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