Diaconescu, Marius (szerk.): Mediaevalia Transilvanica 1998 (2. évfolyam, 1. szám)

Etnie şi confesiune

Etnie şi confesiune Die ungarischen Protestantischen Kirchen Siebenbürgens zur Zeit von Stephan Báthory 1571-1586* Sipos Gábor Als institutionalisierte Konfession ist die reformierte und unitarische Kirchen Siebenbürgens in den 1571 beginnte dreißig Jahren der sogenannten Báthory-Epoche geboren. Die sich dem helvetischen Glaubensbekenntnis anschließenden Pastoren und Gemeinden erschienen freilich viel früher, noch in den 50-er Jahren im Zuge der siebenbürgischen Reformation, aber aus der Konfession, die sich im Feuer der Religionauseinandersetzungen geformt hat, ist nur zur Zeit der Báthorys eine organisierte Kirche geworden. Die antitrinitarische Richtung entstand in den 60-er Jahren und institutionalisierte sich in den nächsten zwei Jahrzenten. Der Ablauf dieser Institutionalisierung möchte ich im folgenden skizzieren. Ich sage betont skizzieren, denn die heute bekannten Quellen der ungarische protestantische Kirchengeschichte sehr lückenhaft sind. Fast gänzlich fehlen uns aus diesem Zeitalter die die Kirche selbst darstellenden Dokumente - Visitations- oder Synodenprotokolle usw. - , die die Arbeit späterer Forscher im allgemeinen so erleichtern. Wir sind auf - zeitgenössische oder spätere - gedruckte Quellen, auf vereinzelte Daten der Familien- oder Institutionsarchive angewiesen; der daraus folgende skizzenhafte Charakter der Rekonstruktion wird auch dadurch betont, daß die reformierten Kirchengeschichtsforscher ihre Aufmerksamkeit bis heute nicht so sehr auf dieses Zeitalter konzentriert haben. Es kannt leicht geschehen, daß durch gründliche und ausführliche Quellenforschung viele, heute noch unklare Einzelheiten aus Tageslicht kommen. Die Ausbildung der antitrinitarischen Ideologie in Siebenbürgen ist von italienischen, polnischen, deutschen und ungarischen Forschern gründlich beschrieben worden, aber die Institutionalisierung fand bis jetzt weniger Interesse, obwohl wir ab 1585 auch kirchliche Protokolle besitzen. Damit wir den Prozeß der Organisierung der Kirche verstehen können, müssen wir ein wenig in den vorangehenden Zeitabschnitt zurückblicken. In der siebenbürgischen Reformation lebte lange Zeit die Absicht der Bewahrung der konfessionellen und der organisatorischen Einheit. Anfang der 1550- er Jahre haben aber die lutherischen Sachsen, sich auf ihre mittelalterliche kirchliche Sonderstellung und administrative Autonomie stützend, eine eigene Superintendentur gebildet. Aus dem Ungartum des sogenannten „Komitatsbodens“ bildete sich eine zweite Superintendentur, ebenfalls Augsburgischen Bekenntnisses. In dieser Letzteren wurden die Pastoren vom helvetischen Bekenntnis schon 1564 den anderen numerisch überlegen und haben sich Franz David (Dávid Ferenc) zu ihrem Bischof gewählt. Überarbeitete Fassung eines am 13 Dezember 1996 beim Grodner Symposium „Stephan Báthory i ushodnaia Europa“ gehaltenen referates. MediaevaHa Transilvanica, tom II, 1998, nr. 1.

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