J. Újhelyi szerk.: Fragmenta Botanica 3. 1963. (Budapest, 1963)

Csapody, Vera: Keimlingsbestimmungsbuch der Dicotyledonen

110 resse gewidmet". DE CANDOLLE /3/ betont bei der Separierung der Familien an der Gattungen auch die Beachtung der Kei­mungsverhältnisse . Als Beispiel führt er die Gattungen Ca r­damine­Dentari a und Blscutella-Megacarpa e an. In demselben Sinne schreibt IRMISCH /12/ von der Differenzierung von H e­lianthemum-Furaana und WINKLER /35/ von Nasturtium-Rorlppa und Frangula-Rhamnu s . Auch meine eigene Erfahrungen unterstützen die Richtig­keit der Trennung der Gattung Polygonu m in: Polygonum-Fago­pyrum-Tiniari a /JANCHEN: Catalogue/ . Meiner Beurteilung nach eollte man auch die Sectio Aviculare als selbständige Gat­tung separieren auf Grund ihrer ganz andersgebildeten Keim­blätter. Dasselbe können wir bei der Trennung der Gattung Prunu s sehen: interirdisch keimen: Amygdalu s, Armeni a und Persica ; oberirdisch: Laurocerasu s /die Blattunterseite des Keimblattes ist flach/, Prunu s /die Blattunterseite des Keim­blattes ist hohl, die Blattspitze abgerundet/, Cerasu s /die Blattspitze ist zipfelig, am Grunde mit Drüsen versehen/. Doch können die Keimungsverhältnisse nicht als Grundlage für systematische Einteilung gelten, nur in einigen Fällen als bekräftigender Gesichtspunkt zum Abscheiden der Gattungen /jedoch niemals zu Zusammenziehungen!/. Der vorzüglichste Forscher dieser Frage ist heute der sowjetische Forscher VASZILYCSENKO , er befasst sich in zahl­reichen Abhandlungen mit dem Studium der Keimpflanzen, mit deren Systematik und philogenetische Bedeutung /30/.Zum Bei­spiel findet er die unterirdische Keimung bei Pflanzen vom Reliktentyp, und er sieht in den Formen der primären Blätter einen Urtyp. Er betont, dass die Kenntnis der Keimpflanzen für geobotanische Arbeiten auch von praktischem Gesichts­punkt aus wichtig ist, besonders beim Kampf gegen die Un­kräuter und zur Kontrolle der Warmhaussaat . KLEBS /15/ hält das Keimblatt für die Urform der Pflanzenblätter. Die Literatur der Keimung ist sehr reich. Im vorigen Jahrhundert sind viele Abhandlungen über Teilfragen erschie-

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