Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)

Die Heimkehr

Georg Lehner - Monika Lehner insgesamt 580 Tonnen, S.M.S. „Kaiserin Elisabeth“ sogar 837 Tonnen an Bord hatte. Die enormen Kohlenmengen führten während der nächsten Etappe zu Problemen: „Es wurden zu Beginn der Reise auf ,Kaiserin Elisabeth' nur zwei Kessel in Betrieb gehalten, da die übrigen Kesselräume durch Kohle verlegt waren.“2487 Die Schiffe verließen Colombo um 17.15 Uhr am 9. September 1901 und liefen mit 10 sm Geschwindigkeit bei ungewöhnlich schönem, klarem Wetter. Am 11. September konnte auf S.M.S. „Kaisern Elisabeth“ ein dritter Kessel geheizt werden und, sobald dieser bereit war, die Geschwindigkeit auf 11 sm erhöht werden.2488 Am dem 14. September drehte der Wind und der Einfluss des Südwest-Monsun wurde von Tag zu Tag stärker. S.M.S. „Zenta“ führte ab dem 14. September Gaffelsegel und Klüver, „die jedoch, wie aus dem Kohlenverbrauch hervorgeht nicht viel zur Vermehrung der Fahrt beitrugen“.2489 Am 16. September liefen die Schiffe südlich von Sokotra2490 um Kap Guardafui2491 und durch den Golf von Aden [cAdan] und erreichten am Morgen des 18. September Steamerpoint (gemeint ist der Flafen von cAdan). Dort ergänzten die Schiffe den Kohlenvorrat, S.M.S. „Kaiserin Elisabeth“ nahm 370 Tonnen Cardiff- Kohle, S.M.S. „Zenta“ 300 Tonnen ein.2492 Am folgenden Tag verließen die Schiffe den Hafen2493 und passierten die Perimstraße. Die Fahrt durch das rothe Meer verlief in den ersten drei Tagen ohne Vorfallenheiten. Trotz der grossen Hitze und der abnorm hohen Temparaturen [sic!] in den Maschinen und Kesselräumen2494 wurde der Dienst in der Maschine ohne Störung versehen und 2487 KA, MS/OK 1901-V-5/20, No. 2 410, fol. 153v, Ex-ECiO an RKM/MS, Res. No. 882/M, In See, 16.9.1901. 2488 Die Schiffe liefen am 10. September 13.00 Uhr mit 11 Knoten, ab 14. September 8.00 Uhr mit 12 Knoten. (KA, MS/OK 1901 -IV-5/18, No. 2 407, fol. 84r, Reisebericht S.M Escadre in Ostasien, Res. No. 887/M, Kursskizze. 2489 KA, MS/OK 1901-V-5/20, No. 2 410, fol. 154v, Ex-ECiO an RKM/MS, Res. No. 882/M, ln See, 16.9.1901. Bei der Umrundung von Kap Guardafui konnte S.M.S. ,Zenta“ sogar die Quersegel setzen, da der NW-Monsun annähernd von achter wehte, wegen eintretender Windstille mussten diese bald wieder geschlossen werden. (KA, MS/OK 1901 -V-5/21, No. 920/M, fol. 159', Ex-ECiO an RKM/MS, Res. No. 920/M, Pola, 1.10.1901). 2490 Im Vorfallenheitsbericht steht „Sokotora“. (Ebenda). 2491 Nordspitze des heutigen Somalia. 2492 KA, MS/OK 1901-V-5/21, No. 920/M, fol. 159v, Ex-ECiO an RKM/MS, Res. No. 920/M, Pola, 1.10.1901. 2493 Die Schiffe liefen um 5.05 Uhr mit 11 Knoten Geschwindigkeit aus. Siehe KA, MS/OK 1901-IV- 5/19, No. 2 440, fol. 87', Reisebericht S.M. Escadre in Ostasien, Res. No. 902/M, Cursskizze, Pola, 1.10.1901. 2494 KA Montecuccoli notierte unter dem 20. September in seinem Tagebuch: „Das rothe Meer ist heiß, sehr heiß - am 20t. war die Oberflächentemperatur des Wassers 33,4 °C [.. .] In den Kesselräumen ist 70 - 78 °C“ [KA, B/830, Eintragungen für den 20. September 1901, S. 268], 636

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