Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)
Die Heimkehr
Die Heimkehr erkrankte diesmal kein einziger Heizer.2495 Dieser Umstand veranlasste mich das Maschinen- und Heizerpersonale beider Schiffe im Tagsbefehl zu beloben.2496 2497 Im Ex-Escadre-Commando-Tagsbefehl heißt es dazu: Es gereicht mir zur besonderen Befriedigung, dem Maschinen- und Heizer-Personale S.M. Schiffe „Kaiserin Elisabeth“ und „Zenta“, welches während der ganzen Heimreise, besonders aber im rothen Meere unter ungünstigen klimatischen Verhältnissen seinen Dienst mit besonderer Ausdauer und Hingebung tadellos versehen hat, den Dank und die Anerkennung im Namen des Allerhöchsten Dienstes auszusprechen.24 7 Die Schiffe passierten am 23. September die Brother-Inselgruppe, wo die Fahrgeschwindigkeit auf 12 sm erhöht wurde, um die Ankunft in Suez2498 am Nachmittag des folgenden Tages sicherzustellen. Um 14.20 Uhr gingen S.M.S. „Zenta“ und SMS „Kaiserin Elisabeth“ in Suez vor Anker und nach kurzen Verhandlungen mit der Kanalgesellschaft und nach Einschiffung der Lotsen begann um 16.45 Uhr die Fahrt durch den Kanal.2499 Um Mitternacht ankerten die Schiffe vor Ismailia [al-Ismäcfllya], wo die Lotsen gewechselt wurden und am Vormittag des 25. September ankerten die Schiffe in Port Said2500 [bür sacid], wo zum letzten Mal die Kohlenvorräte ergänzt wurden. Dort erhielt KA Montecuccoli ein weiteres Telegramm des Marine-Commandos: „Tag, womöglich Stunde beabsichtigten Eintreffens Pola melden. Vormittagsstunde erwünscht. Leopard zum gemeinsamen Einlaufen beordert, wird Escadreschiffe bei Sansego2501 erwarten.“2502 KA Montecuccoli erwiderte umgehend: „Eintreffe Pola ersten October neun Uhr vormittags.“2503 Am folgenden Tag, dem 26. September, 2495 Schon seit dem 9. August 1901 war „über chefärztlichen Antrag wegen der hohen Temperaturen in den Maschinen- und Kesselräumen um Fällen von Hitzschlag nach Thunlichkeit vorzubeugen, der gesammten in Dienst befindlichen Maschinenmannschaft und den Kohlenmännern, während jeder Wache eine Thee-Ration nach dem in der Marine-Gebüren-Vorschrift, II. Theil, Punkt 122 normierten Ausmaß, weiters pro Mann und Wache je 0,25 1 Wein als Extra-Wein-Zubuße zu verabfolgen. Die Wein-Zubuße hat jedoch in jenen Wachen, in welchen die Mittags- oder Abendration fällt zu unterbleiben.“ [KA, Escadre-Akten 1900, 174 Escadre in Ostasien. Ex- Escadre-Commando-Tagsbefehl No. 4, Singapore, 12. August 1901. „Nachtrags-Artikel zum Ex- Escadre-Commando Tagsbefehl No. 3 vom 4. VIII. 1901]. 2496 KA, MS/OK 1901-V-5/21, No. 920/M, fol. 159v, Ex-ECiO an RKM/MS, Res. No. 920/M, Pola, 1.10.1901. 2497 KA, EA 174 (1900). Ex-Escadre-Commando-Tagsbefehl No. 12, Suez, 24. 9.1901 2498 As-Suways. 2499 Auf der Kursskizze wird weder der exakte Zeitpunkt des Auslaufens noch die Geschwindigkeit angeführt: „[...] 4 h 30 m pm. damfpklar, ausgelaufen, durch den Suezkanal.“ (KA, MS/OK 1901- IV-5/19, No. 2 440, fol. 87r, Reisebericht S.M. Escadre in Ostasien, Res. No. 902/M, Cursskizze, Pola, 1.10.1901). 2500 Um 9.23 Uhr ankerten die Schiffe in Port Said (Ebenda). 2501 D. i. die Insel Susak westlich der Insel Loäinj, südlich der Insel Unije. 2502 KA, MS/OK 1901-1-1/1, No. 2 367, fol. 67r, Marine-Commando an Montecuccoli, [ohne Nummer] Wien, 25.9.1901. 2503 Ebenda, No. 2 383, fol. 69r, ECiO an RKM/MS, Port Said, 25. 9.1901. 637