Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)

Die Tätigkeit der K. U. K. Escadre für Ost Asien 1901

Die Tätigkeit der k. u. k. Escadre fur Ostasien 1901 Die Escadre erwartete in Kobe die Ankunft des Lloyddampfers „Gisela“, der Lebensmittel und Montursorten für die Escadre an Bord hatte und am 29. November fällig gewesen wäre.2079 KA Montecuccoli blieb bis 6. Dezember in Kobe und nützte die Zeit für Inspizierungen auf S.M.S. ,Aspern“ und S.M.S. „Zenta“. Da der Lloyddampfer an diesem Tag Yokohama, die Station vor Kobe, noch nicht erreicht hatte, entschloss sich KA Montecuccoli zur Abfahrt nach Yokohama, um dort die Nachschübe zu übernehmen. Auf der Fahrt nach Yokohama wurde am 7. Dezember eine „allgemeine Gefechts- Alarm-Übung“ mit S.M.S. „Aspern“ als Zielobjekt durchgeführt, wobei festgestellt wurde dass bei dem um diese Zeit noch herrschenden gekreuzten Seegang aus SSO und Nord, S.M. Schiffe „Zenta“ und „Aspern“ ihre volle Bestückung hätten verwenden können, während auf S.M. Schiff „Kaiserin und Königin Maria Theresia“ die 24 cm Thurmgeschütze, die 15 cm Reduit-Geschütze und die Schnellfeuerkanonen festgemacht werden mussten; die Rollbewegungen des Flaggenschiffes betrugen hiebei 14-15 Grad, jene der beiden anderen Schiffe 11-13 Grad. [...] Während dieser Fahrt liess ich auch eine längere acustische Signalübung vornehmen. Zeitweise musste die 2079 Der Dampfer war am 23. November von Hongkong [Xianggang] nach Shanghai abgegangen, der Zeitpunkt seines Eintreffens in Kobe war am 30. November unbekannt (KA, MS/OK 1901-V-5/2 No. 125, fol. 12v-13r, ECiO an RKM/MS, Res. No. 399/M, Kobe, 30.11.1900). 533 Abbildung 17: Osaka Castle

Next

/
Thumbnails
Contents