L. Juhász Ilona: "Fába róva, földbe ütve…"A kopjafák/emlékoszlopok mint a szimbolikus térfoglalás eszközei a szlovákiai magyaroknál - Interethnica 8. (Somorja-Dunaszerdahely, 2005)
18. Magyar-szlovák helynévjegyzék és mutató
Staates aufgestellt. Im Jahre 2003 ist die Zahl der Speerhölzer noch weiter gestiegen, und zwar anlässlich des Rákóczi-Freiheitskampfes (deren Zahl wird bis 2011 wahrscheinlich noch weiter wachsen, denn, wie allgemein bekannt, dauerte der Freiheitskampf von 1703 bis 1711 knapp 9 Jahre lang). Im Jahre 2004 wurde in einer Gemeinde nahe Komorn (ung. Komárom, slow. Komárno) zum ersten Male ein Speerholz geweiht, das zum Andenken an die Opfer des Kommunismus errichtet wurde. Speerhölzer wurden auch zu speziellen Veranstaltungen der ungarischen Minderheit in der Slowakei aufgestellt: so z.B. in der jüngsten Vergangenheit (1995-1998) das Jubiläum des so genannten tschechoslowakisch-ungarischen Bevölkerungsaustausches und das Jubiläum der Deportation der Ungarn (1945-48), der 50. Jahrestag der Wiederaufnahme des Unterrichts in ungarischer Sprache und des Bestehens der kulturellen Organisation Csemadok (1948). Speerhölzer wurden auch zu verschiedenen lokalen und regionalen Veranstaltungen errichtet (unter anderem anlässlich des Jahrestages der ersten schriftlichen Erwähnung einer bestimmten Gemeinde, zu den immer beliebter werdenden so genannten Dorftagen, zu beliebigen Ortfeste, bei Veranstaltungen für Handwerker oder bei Musikveranstaltungen und Tanzkränzchen). In einer Gemeinde in Gömör-Gebiet (Mittel-Slowakei), Rakottyäs (slow. Rakytnik). wurde ein Speerholz zum Andenken an die aus dem Dorf weggezogenen, anderswo lebenden Bewohner errichtet. Es kann festgestellt werden, dass es üblich ist, Speerhölzer fast zu allen von Ungarn organisierten Veranstaltungen zu errichten. Man hält es also für wichtig, bei politischen, gesellschaftlichen oder kulturellen Veranstaltungen die Orte symbolisch zu bezeichnen und so deren ungarischen Charakter hervorzuheben. Um einen adäquaten “Nachrichtenvermittler“ zu finden, werden dafür Speerhölzer am häufigsten verwendet. Oft werden Speerhölzer aber auch deswegen aufgestellt, um in der Gemeinde, etwa mangels anderer Gedenkstätten, einen Platz zu bestimmen, wo festliche Veranstaltungen organisiert werden können. Speerhölzer werden (ähnlich wie andere Denkmale) auf zentralen Orten aufgestellt, wie z.B. am Gemeindehaus, auf dem Hauptplatz des Dorfes oder bei der Kirche. So haben sich die Speerhölzer immer mehr verbreitet; dementsprechend stieg auch die Skala ihrer Formen und Symbole. Viele neue Speerholzschnitzer meldeten sich zu Wort. Es gibt etwa 10 Speerhölzer als Geschenke aus Siebenbürgen oder solche, die von Schnitzern aus Siebenbürgen angefertigt wurden (Siebenbürgen und die Ungarn in Siebenbürgen galten nach der landläufigen ungarischen Meinung schon immer als die “besten Ungarn"; dies spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, dass manche Speerhölzer aus Siebenbürgen stammen; so kann ein ungarisches Symbol in seinem Wert noch mehr gesteigert werden, gleichsam noch mehr ungarisiert werden). Die Skala der auf die Speerhölzer geschnitzten Symbole ist sehr breit: neben dem ungarischen (Kossuth) Wappen erscheint häufig das Wappen von Siebenbürgen, in manchen Fällen sogar auch das offizielle slowakische Wappen. Auch örtliche Wappen sind nicht selten, wie auch andere, vor allem „urungarische“ Symbole, wie z.B. der Wunderhirsch. Die Speerhölzerspitzen enden in einer Lanze oder einer Tulpe, häufig sitzt auf der Spitze ein Rabe, der Turulvogel oder man sieht ein geöffnetes Buch. Auf der Spitze von mehr als einem halben Dutzend Speerhölzern ist die heilige ungarische Krone geschnitzt, ihre Zahl wächst ständig. In einer Gemeinde nahe Komorn (Komáromszentpéter; slow. Svätý Peter) wollte man auf der Spitze des Speerholzes zum Andenken an die Opfer des Kommunismus ursprünglich einen fünfzackigen Stern anbringen; da aber der Schnitzer des Speerholzes dies nicht akzeptieren wollte, wurde auf diesen merkwürdigen Wunsch verzichtet. 285