Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2011 - Acta Ethnologica Danubiana 13. (Dunaszerdahely-Komárno, 2011)

Tanulmányok - Hans Werner Retterath: A "Német Kelet Keresztje" Bac Harzburg mellett. Egy központi kitelepítési emlékmű, mint a Nyugat-ideológia, a háborús emlékmű kultusz és nép-nemzeti oltalmi munka folyománya (Összefoglalás)

Abb. 5: Kreuz des deutschen Ostens mit neun Wappensteinen und dem Berliner Stein in der Stadt (vor 1980); Verlag: Schöning & Co., Lübeck, Nr. Har 347-f Angesichts unzureichender Angaben zum Gestaltungsprozess der Mahnmalanlage ist es müßig, darüber zu spekulieren, inwiefern der Viertelskreis noch erweitert werden sollte (z.B. mit donauschwäbischen oder russlanddeutschen Landsmannschaftssteinen), es Bezüge zum Tannenbergdenkmal mit dem Mauerwall und seinen acht hohen Türmen gab oder ob es Zufall war, dass alle Steine in Richtung DDR-Grenze aufgestellt wurden. Eine Aufwertung erfuhr die Einweihung dadurch, dass der niedersächsische Vertriebenenminister Albert Höft (SPD) diese nach seinem Amtsantritt als seine erste Amtshandlung vornahm. Gleichwohl hatte die Hauptveranstaltung zum 17. Juni vormittags eini­ge Kilometer weiter unmittelbar an der Grenze zur DDR in Eckertal stattgefunden („Der Wille des deutschen Volkes ist Realität“, HZ, 19.6.1963). Erst um 14.00 Uhr traf man sich am Mahnmal zwecks Übergabe der Steine an die Öffentlichkeit („Gemeinsam ist Schicksal und Auftrag“, Schlesischer Gebirgsbote, 1963, Nr. 19, 301, und Steinerne Zeugen deutschen Volkstums, HZ, 18.6.1963). Dort begrüßte der Harzburger Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) und Stadtrat Fritz Müller den Minister, zahlreiche Stadträte (der Bürgermeister war verhindert), den Oberkreis- und den Kurdirektor sowie die restlichen Besucher, die sich vor allem aus jungen Menschen zusammensetzten. Müller ließ die Geschichte des Mahnmals Revue passieren, wobei er wahrheitswidrig die Bezahlung der Restbeträge durch Spenden der Vertriebenen erwähnte und es als „eine wahre Wallfahrtstätte für Hunderttausende“ pries. Der Hauptredner Höft (1893-1980) war selbst Vertriebener und vor 1933 SPD-Stadtrat in Stettin gewesen (Minister a. D. Albert Höft gestorben, Weichsel-Warthe, 1980, Folge 8/9, 6). Zudem hatte er in Niedersachsen als Vorsitzender der Landsmannschaft Pommern und Geschäftsführendes Mitglied des BdV-Landesvorstandes amtiert, ln seiner Ansprache bezeichnete er die Wappensteine als „Gemeinschaftstat“, um damit auf den mit dem Mahnmal 93 93

Next

/
Thumbnails
Contents