Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2011 - Acta Ethnologica Danubiana 13. (Dunaszerdahely-Komárno, 2011)
Tanulmányok - Hans Werner Retterath: A "Német Kelet Keresztje" Bac Harzburg mellett. Egy központi kitelepítési emlékmű, mint a Nyugat-ideológia, a háborús emlékmű kultusz és nép-nemzeti oltalmi munka folyománya (Összefoglalás)
verbundenen „Auftrag“ aller Deutschen überzuleiten. Die Wappensteine kündeten davon, dass hinter Oder und Neiße auch Deutschland liege. Die Steine der Deutschen aus dem Baltikum und den Sudeten bezeugten, dass Deutsche „entscheidend daran mitgewirkt haben, Ostmitteleuropa der abendländischen Kultur zu erschließen“. Im Kreuz symbolisiere sich Leid und Hoffnung zugleich. Angesichts des aus gegenseitiger Schuldverstrickung entstandenen Leids hoffte er, dass die Menschheit der Gewalt als politisches Mittel entsage. Auch betonte er, dass man die alte Heimat hinter Oder und Neiße sowie die Menschen „hinter Mauer und Stacheldraht“ nicht vergessen werde. Das Kreuz solle wie die Charta der Heimatvertriebenen die Völker und Menschen mahnen, „guten Willen zu zeigen“, damit für alle der Weg in eine bessere Zukunft führe. In seiner Rede beschwor Höft die Einheit der Vertriebenen, indem er die Mahnmalerweiterung als gemeinschaftliche Tat bezeichnete, was auf Differenzen hinweist.22 Weiter erklärte er die hinter dem Mahnmal stehende Idee zur gemeinschaftlichen Verpflichtung aller Deutschen. Seine Ansprache griff mit dem Lob der deutschen Kulturleistung auf deutschvölkische Versatzstücke (Deutsche als Kulturträger) zurück. In dem Hinweis auf die beiderseitige Schuld deutete er zwar vorsichtig die eigene deutsche Schuld an, egalisierte jedoch letztlich Täter und Opfer. Den Schluss seiner Rede verpackte Höft in eine pathetische Form, indem er das Kreuz animisierte und so das Denkmal bedeutungssteigernd subjektivierte. Für die erheblich verzögerte Aufstellung des Steines der Landsmannschaft Weichsel- Warthe war vermutlich ein Konflikt mit offiziellen Stellen um die Gestaltung und die Beschriftung verantwortlich. Daneben gab es aber auch innerorganisatorischen Streit. So erinnert sich der heutige niedersächsische Landesvorsitzende der Landsmannschaft, dass sich damals die jungen Landsmannschaftsmitglieder gegen Landesobmann Theodor Bierschenks Inschriftsvorschlag „Deutsche aus Polen“ „gesperrt“ hätten.23 Sie hätten für „Landsmannschaft Weichsel-Warthe“ votiert. Deshalb sei der Gedenkstein erst 1980 gesetzt worden. In ihrem landsmannschaftlichen Organ hieß es, dass man wie für die anderen östlichen Provinzen auch für die Grenzmark Posen-Westpreußen einen Gedenkstein habe aufstellen wollen, doch behördlicherseits seien Bedenken dagegen erhoben worden (Bierschenk 1981; Ein besonderer Tag für unsere Landsmannschaft, Weichsel-Warthe, 1980, Folge 7, 5).24 Im Laufe der Zeit hätten andere Vertriebenenorganisationen mit Herkunftsgebieten außerhalb der Reichsgrenzen vom 31. Dezember 1937 Steine platziert, die allerdings die Namen der Organisationen trügen, z. B. Bund der Danziger, Sudetendeutsche Landsmannschaft. Die Aufstellung sei auch deshalb wichtig, weil jedes Jahr am Mahnmal zum 17. Juni und auch zum „Tag der Heimat“ Gedenkveranstaltungen stattfänden. Auf einer Tagung des Landesverbandes Niedersachsen der Landsmannschaft Weichsel-Warthe am 25. November 1978 sei der Antrag der Vorsitzenden der landsmannschaftlichen Kreisgruppen Braunschweig (Georg Schiller) und Wolfenbüttel (Bruno von Jesche) auf Errichtung einer Wappenstele angenommen worden. Das Land Niedersachsen hätte zwar trotz Antrag keine Finanzierung übernommen, aber die Zustimmung zur Aufstellung erteilt. In einer größeren Sammelaktion 22 Außer Rocks Presseorganen war den anderen landsmannschaftlichen Zeitschriften die Mahnmalerweiterung nur eine kleine Notiz - wenn auch mit Foto, jedoch nur vom Kreuz nicht von den Steinen! - wert. Vgl. Der Westpreuße, 1963, Nr. 20, 3, und Das Ostpreußenblatt, 1963, Folge 29, 15. 23 Brief von Georg Husak, Hannover, Landesvorsitzender der Landsmannschaft Weichsel-Warthe in Niedersachsen, an den Autor vom 10.2.2011. Bisher konnten die Angaben nicht abgeglichen werden. Auch existieren lt. Herrn Husak aus dieser Zeit keine Unterlagen mehr. 24 Vgl. ferner: Für einen Gedenkstein unserer Landsmannschaft bei Bad Harzburg, Weichsel-Warthe, 1979, Folge 10, 8, und Allen Spendern gebührt Dank, Weichsel-Warthe, 1980, Folge 6, 3. 94