Liszka József (szerk.): Az Etnológiai Központ Évkönyve 2000-2001 - Acta Ethnologica Danubiana 2-3. (Dunaszerdahely-Komárom, 2001)

1. Tanulmányok - Keményfi Róbert: Komples etikai és nyelvhatár-vizsgálatok a Kárpát-medencében. Kutatási program és szintézis. 1998 - 2002

Vielfalt. Die homogenisierenden Wirkungsmechanismen der verspäteten und halbfertigen Modernisierung sind mit einer verminderten Intensität präsent, und man kann dauernd das Neu-Konstruieren der “Ethnizität” beobachten. Mittel-Osteuropa dient als geeigneteste Region unter den Regionen zur Auslegung des Problemkomplexes der Multikulturalität. Die Forschung besteht aus zwei Teilen: Erster Teil: Als Forschungsort wurden solche multikulturellen Siedlungen und Regionen ausgewählt, in denen eine der Nationalitäten ungarisch ist, und die entlang der von der letzten offiziellen Volkszählung bestätigten ethnischen und/oder Sprachgrenze liegen. Wir werden untersuchen, wie die ethnischen Mikroprozesse die von den offiziellen Statistiken ermittelten Nationali­­täten-Grenze modifizieren. Die ethnischen, geschichtlichen, demographischen Prozesse des ausgewählten Gebietes waren auch Gegenstand der Untersuchung, und sie lieferten einen unerlässlichen Datenbank- Hintergrund zu den Akkulturations-Mikrountersuchungen in der einzelnen Siedlung. Man soll also den Untersuchungsrahmen beschreiben. In der Vorphase wird die Arbeit auf zwei Ebenen geplant: a. Regionale Ebene, b. Siedlungsebene. a/ die Geschichte der regionalen ethnischen Prozesse, die Änderung der ethnischen Raumstruktur innerhalb von absehbaren Zeitabläufen: ab dem 18. Jh. bis zur heutigen Zeit wird die Erhebung durchgeführt (anhand von Landesbeschreibungen, früheren Lexiken, früheren statistischen Erhebungen, Namenetymologien). Da statistische Daten aus der heuti­gen Zeit nur sehr lückenhaft und selten -nur auf der Siedlungsebene zur Verfügung stehen-, benötigen wir während der rezenten Feldforschung auch die geschichtlich-statistischen Quellen des frühen Karpatenbeckens. Wichtigste Aufgabe ist es, die Änderung der Sprachgrenze zwischen den ungarischen und benachbarten Ethniken darzustellen. Es wird untersucht, wie sich die Ausdehnung der mul­tiethnischen Zonen verändert hat, inwiefern die Kolonisations-, die Migrations- und Akkulturationsprozesse die früheren Sprachgrenzen verändert haben. Die traditionelle Auslegung der Sprachgrenze basiert auf statistischen Daten, und es entscheidet das absolute Mehrheitsprinzip, auf welche Seite der Sprachgrenze die gegebene Siedlung gelangt. Die gle­iche Arbeit wird auch hier getan, aber wir möchten beim regionalen Grenzeziehen der heuti­gen Sprachgrenze eine Verfeinerung durchführen. b/ Zum verfeinerten Ziehen der Sprachgrenze muss Feldforschung betrieben werden, und auf der Siedlungsebene müssen die Forschungen weitergeführt werden. In der multiethnis­chen Sprachgrenzzone der ausgewählten Regionen sollen multiethnische Dörfer untersucht werden. Bei den übergreifenden Nationalitäten-Untersuchungen tauchen keine solchen Probleme auf, die man auf der Siedlungsebene in Kauf nehmen muss: wie müssen also die statistischen Daten in der Wirklichkeit, auf der Mikro-Ebene gedeutet werden? Die offiziellen statistischen Daten müssen deswegen mit anderen in den Siedlungen auffindbaren Quellen verglichen werden, die die Nationalitäten-Statistiken abtönen (z.B. kirchliche Daten, Meinungen der Bevölkerung). Aus den daraus gewonnenen Daten, die der Wirklichkeit näher stehen, -ähnlich vorgehend, wie bei den regionalen Untersuchungen-, möchten wir es aufzeigen und von Haus zu Haus auf einer Karte abbilden, welche ethnische Raumstruktur das Dorf aufweist. Wir möchten noch die Herausbildung der ethnischen Strukturen - die 125

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