Sárospataki Füzetek 16. (2012)

2012 / 3-4. szám - TANULMÁNYOK - Adriana Drint: Bibliai textusok észak-hollandiai sírfeliratokon

Eberhard Busch Das Verständnis der Kirche nach dem Heidelberger Katechismus 1. Das Haupt der Kirche. I ch rede davon in Gestalt eines freien Kommentars zu den einschlägigen Ausführungen im Heidelberger Katechismus von 1563, dessen 450. Jubiläum uns bevorsteht. Art. 54 redet provozierend von der Kirche-, denn er redet in der Hauptsache nicht von der Kirche. Auf die Frage, was glaubst du von der Kirche, folgt keine Definition: Kirche ist ..., sondern eine Antwort, die überraschent, jedoch sachgemäß ist: „Ich glaube, dass der Sohn Gottes ...“; und der bleibt dann das Subjekt der gesamten Aussage von der Kirche. Der Artikel von der Kirche bekennen t sich zu Jesus Christus und nur nachträglich auch zur Kirche. Dass sie Kirche Jesu Christi ist, heißt, dass keine an seine Stelle tretende Kleriker-Gruppe sie regieren darf. Das so wenig wie dies, dass ihr Herr das Objekt der Verehrung ihrer Mitglieder ist, die in ihm wiederfinden, was ihnen ohnehin wichtig ist. Kirche Jesu Christi heißt, dass Er und Er allein sie regiert. Sie lebt von dem, was Er für sie und in ihr tut. Gibt es Kirche, dann nicht, weil sie nun einmal da ist, dann darum, weil Christus da ist, nicht nur einst da war, sondern im Heiligen Geist auch noch heute kommt. Es gibt Kirche, weil er lebt und sie ins Leben ruft und am Leben hält. Nicht sie vergegenwärtigt ihn, er vergegenwärtigt sich ihr. Und indem er das tut, macht er Menschen zu den Seinen, er, in dem Gott sich zu dem Unsrigen gemacht hat. Sie ist „Geschöpf des Wortes“, pflegten die Reformatoren nach Jak. 1,18 zu sagen. Er hat sie hervorgebracht und hat sie dann nicht sich selbst überlassen, sondern sie lebt von seiner schöpferischen Gegenwart. Wo sie aber nicht lebt als sein Geschöpf, da wird sie zu einem religiösen Kult, der umgekehrt sich eine Gottheit erschafft. Das ist die große Gefahr der Kirche, schlimmer als Mitgliederschwund oder Verachtung von außen her. Dann wird ihre Gegebenheit zur sicheren Grundlage ihres Selbstverständnisses. Und dann wird sie sich einbilden: nur weil sie sich Kirche nennt, werde sie ja wohl Kirche Jesu Christi sein. So wie die Theologie öfters versucht hat, die Schöpfung ohne den Schöpfer, den historischen Jesus ohne den Gottessohn, Geisteserfahrungen ohne den Heiligen Geist zu betrachten, um dann nachher - vergeblich - zu meinen, dass in diesen ohne Gott begriffenen Größen irgendwie Gott doch enthalten sei, so 2012/3-4 SÁROSPATAKI FÜZETEK 75

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