Sárospataki Füzetek 16. (2012)

2012 / 3-4. szám - TANULMÁNYOK - Jacob J. Doedens: A sétiták erkölcstelen utódai: az 1Móz 6,1-4 sétita-értelmezésének eredete

Bi i iste lien auf Grabsteinen im Norden der Niederlande Die Kirche von Midwolde, Mausoleum der Familie Von Inn- und Kniphausen. Foto: Elly Kooiman. ellykooiman.com. Für christliche Grabmale sind außer den vorgenannten noch zwei weitereFunktionen zu formulieren:2 Ein Grabmal könnte als Mahnzeichen dienen, indem es die Passanten an den Tod erinnert und sie auf die Notwendigkeit aufmerksam macht, die eigene Lebenszeit zu nutzen. Weiter könnte ein Grabmal ein Zeichen der Hoffnung und des Glaubens sein, indem es von dem Warten in Ruhe und Frieden auf die Auferstehung am Jüngsten Tag sprach, oder von dem Eintritt der Seele in den Himmel. Durch die Jahrhunderte hindurch wurden diese vier Funktionen abwechselnd hervorgehoben. In frühchristlicher Zeit und im Mittelalter war das Grabmal ein Zeichen der Hoffnung und des Glaubens, im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert war es vor allem ein Mahnzeichen. Im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts verwischten sich die Funktionen des Grabmals, bis hin zu einer sachlichen und schlichten Erinnerung an die ehemalige Existenz des Toten, um schließlich am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts wieder an Bedeutung zu gewinnen und zum einzigartigen Ausdruck der Erinnerung an und der Trauer um den Verstorbenen zu werden. Diese wechselnden Funktionen sind deutlich erkennbar in der jeweiligen Ausführung der Grabmale und in den Grabinschriften. Der Vergleich der Inschriften von jüdischen und christlichen Grabmalen zeigt, dass sie die Funktionen von Gedenkstätte zum Gebet, Ehrenzeichen und Zeichen der Hoffnung und des Glaubens gemeinsam haben. Die Gestaltung des Grabmals 2 Peter van Daei, “Graftekens in Nederlandse Kerken”, in: Johanna Fortuin, Jan van Kilsdonk e.a., Afscheid nemen van onze doden. Rouwen en rouweebruiken in Nederland, Kämpen: Uiteeversmaatschappi j J.H. Kok, 1988, p. 37-57. 2012/3 • Sargs pa F .

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