Sárospataki Füzetek 16. (2012)

2012 / 3-4. szám - TANULMÁNYOK - Jacob J. Doedens: A sétiták erkölcstelen utódai: az 1Móz 6,1-4 sétita-értelmezésének eredete

Adriana Dr als Ehrenzeichen ist aber auf jüdischen Friedhöfen viel einfacher, da die jüdische Tradition vorschreibt, dass die Bestattung und die Grabstätte schlicht gehalten werden sollen. Im Tode sind ja alle Menschen gleich. Trotzdem ist es auf jüdischen Friedhöfen ohnehin möglich, um gewissen Personen besondere Ehre zu erweisen. Das kann beispielsweise durch Absonderung mittels eigener Grabreihen für Rabbiner und Parnassim (Vorstandsmitglieder) geschehen, oder durch einen besonders langen und schönen Text auf dem Grabstein, und/oder durch einen kostspieligen Stein, und/oder durch ein Gitter um die Grabstätte herum, oder aber mittels eines besonderen Denkmals, das oft von Freunden und Schülern gestiftet worden ist. Aber ein Grabstein von besonderer Qualität oder Gestaltung kann auch ein Beleg für den Wohlstand der Piinterbliebenen sein. Und ein Gitter um eine Grabstätte ist öfter ein Zeichen dafür, dass einzelne Gräber zusammengehören, wenn es sich beispielsweise um ein Familiengrab oder ein Grab von Eheleuten handelt. Obwohl auf jüdischen Grabsteinen die Erwähnung des Sterbens häufig anwesend ist, kommt die Funktion von Mahnzeichen im Sinne von „Memento Mori“ in den Texten nur sehr selten vor. Jedoch kann man manchmal Darstellungen finden, die als „Memento Mori“ funktionieren. Es handelt sich etwa um das Bild der Sense, der umgedrehten Fackel, der Sanduhr oder des Totenkopfes. Trotz der Ablehnung dieser Symbolik in der jüdischen Tradition sind diese Darstellungen im Laufe des Prozesses der Assimilation der jüdischen Gemeinschaft von der sie umringenden christlichen Grabkultur adaptiert worden. Die Form des Grabmals Neben der Funktion ist auch die Form des Grabmals mitbestimmend für den Umfang und damit auch für den Inhalt der Inschrift. Dies betrifft die Stelle, wo die Inschrift auf dem Grabmal angebracht wurde und die Frage, wie viel Raum dafür geschaffen und wie das Layout gestaltet worden ist. Grabmale lassen sich grob in Grabsteine und Grabplatten gliedern. Auf Friedhöfen aschkenasischer Juden - also Juden aus Nordwest- und Osteuropa - gibt es fast nur Die Form des Grabmals in der aschkenasischen Gruppe: Stelen die am Kopfende der Grab­stätte errichtet sind. (Dwingeloo) Sárosrafaki füzetek 2012/3-4

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