Sárospataki Füzetek 14. (2010)

2010 / 4. szám - TANULMÁNYOK - Busch, Eberhard: Van-e valódi okunk a boldogságra?

Busch, Eberhard Die Sendung der ganzen CHRISTLICHEN GEMEINDE­Die Erneuerung derchristlichen Kirche und das Ende des CHRISTLICHEN ABENDLANDES I m Jahr 1914 veröffentlichte der jüdische Theologe Franz Rosenzweig einen aufregenden Vortrag unter dem Titel: „Atheistische Theologie“. Darin erklär­te er, die reügionistische Theologie sei in Wahrheit atheistisch. Die Kritik wandte sich gegen die damalige protestantische und jüdische Theologie. Dort werde der Christus zu einem bloßen Menschen gemacht, unter Absehung von dem Dogma „wahrer Gott wahrer Mensch“, mit dessen Preisgabe das Christentum sich selbst auflöse, und hier werde Israel zu einem völkischen Wesen abstrahiert, unter Absehung von seinem Gott und dessen Erwählung. Beide Mal werde das bloß Menschliche vergottet. „Die Unterschiedenheit von Gott und Mensch, dieser furchtbare Anstoß für alles neue und alte Heidentum, scheint beseitigt; der beleidi­gende Gedanke der Offenbarung, dies Hereinstürzen höheren Inhalts in unwürdi­ges Gefäß, ist zum Schweigen gebracht.“ Der „Kampf zwischen übermenschlicher Offenbarung und menschlicher Unbereitschaft [ist hier] ins Innermenschliche übersetzt“, in eine immanente "Gegensätzlichkeit im Menschlichen selbst." Und Rosenzweig schließt: Die „Theologie mag wissenschaftlich sein, wie sie will und kann: um den Gedanken der Offenbarung kommt sie nicht herum.“(172, 176f.) Darin sieht er Judentum und Christentum beisammen. Ihr Unterschied sei, dass das Judentum über die heidenkritische Erkenntnis von der Differenz zwischen Gott und Mensch zu wachen habe. Hingegen hat die Christenheit die Aufgabe der Mission unter den Heidenvölkern, um ihnen den ihnen unbekannten wahren Gott gegenüber ihrem religionistischen Atheismus zu verkündigen. 1920 kam Barth in eine gewisse Verbindung mit Rosenzweig, und es lässt sich denken, dass ihm dabei jene Einsichten Rosenzweigs bekannt wurden. Zumindest das ist die grundlegende These, die er dann in KD IV/3 so formuliert hat: „Die Gemeinde Jesu Christi ist für die Welt da, will sagen: für alle, für jeden Menschen. Sie existiert ekstatisch, ekzentrisch, ganz und gar auf ihre Umgebung bezogen. Sie errettet und erhält ihr eigenes Leben, indem sie es für die übrige menschliche Krea­tur einsetzt und hingibt.“ (872) Und in KD IV/4, 219f.: „Als Missionskirche ist sie 2010/4 SÁROSPATAKI FÜZETEK 19

Next

/
Thumbnails
Contents