Sárospataki Füzetek 14. (2010)
2010 / 4. szám - TANULMÁNYOK - Busch, Eberhard: Van-e valódi okunk a boldogságra?
Busch,Eberhard Kirche Jesu Christi oder ist sie es gar nicht.“ Der Titel meines Vortrag enthält drei Aspekte, die ich jetzt nacheinander entfalten will. 1. Die Sendung der ganzen christlichen Gemeinde In verblüffender Nähe zu dem, was Barth hierzu sagt, stehen Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils. Auch im Konzil wird gesagt, woran es Barth liegt: Jeder getaufte Christ nimmt teil am dreifachen Amt Christi: an seinem prophetischen, königlichen und priesterlichen Amt. Und gut sagt der Text, was wir auch bei Barth hören: Die Laien, d.h. die Glieder des Volkes Gottes sind geeigneter als die Pastoren, in diesen drei Funktionen im weltlichen Alltagsleben zu handeln. Was Barth und was auch das römisch-katholische Konzil sagt, unterscheidet sich merklich von dem, was neulich die deutschen evangelischen Kirchen in einem Zukunftspapier erklärten — nämlich die Laien seien ungeeignet zum christlichen Dienst in der profanen Welt. Sondern das verrichten die Pastoren, und zwar durch Spendung der lebensbegleitenden Riten: Babytaufe, Weihehandlung im Pubertätsalter, Hochzeit und Beerdigung. Nach Barth sagt Mt 28,19 ein Anderes. Die Taufe steht hier im Zusammenhang des Missionsbefehls, und der zielt darauf, Menschen nicht bloß zu predigen, sondern darauf, sie zu Jüngern zu machen. So ist die Taufe selbst auch ein Akt der Sendung von Menschen — und das schließt ihr Verständnis als Babytaufe aus (104, 110). Barth schließt daraus eine wichtige Folgerung: Die Taufe ist als solche für jeden „die ,Ordination’ zur Teilnahme an der der ganzen Kirche anvertrauten Sendung“. Neben dieser einen „erübrigt, ja verbietet“ sich eine allfällige weitere Ordination zu kirchlichen Ämtern. Gibt es kirchliche Ämter, so stehen deren Inhaber also nicht über den Laien, sondern mit den anderen zusammen Glieder des Volkes Gottes. Dabei ist die Aufgabe in solcher Sendung aller Gemeindeglieder gewiss nicht zu verstehen als eine imperialistische Tätigkeit gegenüber anderen Menschen und nicht als das Ausleben eines egoistischen Ausdehnungsdrangs. In dieser Aufgabe können Christen nur in Schwachheit leben, nur als die Zeugen und Diener ihres Herrn, von dem Barth schreibt: er selbst ist „der Herr als der Knecht“. (IV/1,171 ff.) Und seine Nachfolger können die Anderen erst recht darum nicht beherrschen, weil die Welt dieser Anderen schon diesem Herrn gehört, auch wenn sie es nicht wissen. Mitten in dieser Welt hört die Christenheit hoffentlich auf diesen Herrn. Aber ihm gehört gewiss nicht bloß sie, sondern, wie Barth sagt: „Auch die scheinbar und wirklich so andere Welt da draußen gehört ihm“ (IV/3, 785). Dass die Welt außerhalb der Christengemeinde nur noch nicht gehört hat, dass sie Christus gehört, das nimmt den Christen die Angst vor den Menschen in dieser Welt, aber nimmt ihnen auch eine Lust zum Nötigen, wenn sie sich als Missionare ihnen zuwenden. Doch das kann und darf sie auch nicht gleichgültig machen für ihren missionarischen Auftrag in ihrer weltlichen Umgebung. Damit sie diesen Auftrag recht ausführen, muss sich die Gemeinde klarmachen, dass sie wieder und wieder in einer doppelten Bewegung existieren muss. Barth formuliert: „Herausgerufen aus der Welt wird und ist die Gemeinde erst recht in sie hinausgerufen.“ (IV/3,874) In KD IV/1 und 2 redet Barth von der Sammlung und Auferbauung der christlichen Gemeinde. Das ist in KD IV/3 nicht vergessen. Aber jetzt tritt 20 Sárospataki füzetek 2010/4