Sárospataki Füzetek 14. (2010)

2010 / 3. szám - TANULMÁNYOK

Enghy Sándor se 2-6 schildern die Emotionen, körperlichen Gefühle des Beters in seinem Elend (’7 “K Dl’9 - am Tag meiner Bedrängnis -Vers 3): Verlassenheit (’31313 T?? 2297"7k - Verbirg dein Angesicht nicht vor mir - Vers 3), Vernachlässigung seiner körperli­chen Bedürfnisse (’0rt7 79KQ 'ITOT - ich habe vergessen, mein Brot zu essen - Vers 5), Eindruck von Sinnlosigkeit und Vergänglichkeit des Lebens (’D’ l7p - mei­ne Tage sind im Rauch geschwunden - Vers 4). In Vers 7-8 sieht sich der Psalmist als ein Tier in der Verlassenheit unter grausamen Umständen (227p 7Kp - Eu- le/Dohle der Wüste - Vers 7). In Vers 9 erwähnt er seine Feinde (a’iK), die ihn verspotten (’Min), verhöhnen (,77i2Q) bei ihm schwören (19293 ’2), seinen Namen beim Fluchen nennen, seinen Namen als Fluch gebrauchen. Mehr erfahren wir über die Feinde und über ihre Aktion gegen den Psalmisten nicht. Vers 10 veranschaulicht wieder den psychischen und körperlichen Zustand des Leidenden: Staub isst er wie Brot, seinen Trank vermischt er mit Tränen (TQ99 '999 '1f?9l 'pfott nnbp 2SK). In Vers 11 folgt die Anklage gegen Gott, dass er ihn emporhebt und fallen lässt/zu Boden wirft ('32'7p71 '378103.), was der Psalmist als Wut/Fluch und Zorn YHWHs erlebt (~i9~l 9991)- Vers 12 beschreibt, dass die Tage des Leidenden wie ein ge­streckter Schatten sind (’1Q3 922 ’JT) und er verdorrt wie Gras (tD2'8 2992), was Kraftlosigkeit, Lustlosigkeit, Lebensmüdigkeit bedeuten kann. So weit reicht ei­gentlich nach der Überschrift die erste grössere Einheit mit dem Klage- und Bitt­gebet (2-12).47 In Vers 13 wird YHWH direkt und seine Ewigkeit, Unvergänglich­keit angesprochen (...c7lo7 miT 7781 271 27*7). In den Versen 14-15 geht es um das Erbarmen YHWHs: er muss sich über Zion erbarmen (]1;’2 Drnn), denn die Zeit, ihm gnädig zu sein, ist gekommen (22ÍQ 89~’2 22127 niT'p), weil seine Knechte an seinen Steinen Gefallen (T33&'78 T['722 132T’9) und mit seiner Erde Mitleid haben (l]]7' 2222T1K1), also auf seine Restitution warten. Die Verse 16-18 beschrei­ben die Wirkung der Taten YHWHs auf die Welt: YHWHs Name wird weltweit verehrt (212’ nÖTl# □’9 182”1). Die Voraussetzung seiner Verherrlichung haben sichtbare Zeichen: YHWH baut den Zion auf (]Y2 212’ 732T’9), erscheint in seiner Herrlichkeit (Í71222 7823), verschmäht nicht, sondern erhört das Gebet der Verlas­senen, indem er sich zu ihm wendet (277s7"78 2T2'k7i 22292 27s7‘78 232). Das Thema des nächsten Verses (19) ist der Wunsch, dass die Errettung für das künfti­ge Geschlecht verewigt, aufgeschrieben werden soll (2222 ]1278 2127 78t) und das geschaffene Volk soll YHWH loben (7’t~77iT 8293 291), wobei wir an Israel denken können, das sich durch die Geschichte erneuert und so die fortdauernde Kraft der Errettung darstellt. Die Verse 20-21 stellen YHWHs Empathie dar, die sich von seinem früheren Verhalten unterscheidet: er verbirgt sein Gesicht nicht mehr. Sein Handeln richtet sich darauf, das Seufzen/Wimmern des Gefangenen zu erhören und die Kinder des Todes zu befreien (27122 '32 2227 2'98 7j738 9Qö7). Die Verse 22-23 konzentrieren sich wieder auf das Ziel der Treue YHWHs zu den Seinen: damit sie den Namen YHWHs auf dem Zion und sein Lob in Jerusalem verkündi­gen (n79l2'2 177221 217’ ]1'22 22d7), die Völker und die Königreiche ihm die­nen (717’~78 2997 2Í27QQ1 1271 □’99). Dies wäre das Ende der zweiten, grösseren, auf die Zukunft Zions ausgerichteten Einheit des Psalmes (13-23). Der Vers 24 47 HOSSFELD / ZEN GER: Psalmen 101-150 37-52. 28 Sárospataki füzetek 2010/3

Next

/
Thumbnails
Contents