Pro patria. Tanulmányok - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai III. Tanulmányok 12. (Nyíregyháza, 2004)

Resümees

Diese mit Skandalen behaftete Amtserneuerung und Gesandtenwahlen waren im Un­garn der Reformzeit keine Seltenheit. Im April 1843 griffen Adlige des Bundschuh die Kurie, des zur Opposition zählenden, aber keine Gesandtenposition annehmende Hauptfigur der damaligen Politik, Ferenc Deák, an. Die tobenden Betrunkenen gerie­ten in Konflikt mit den Einwohnern aus Kehida, die zu Sense und Hacke griffen. Es waren zwei Todesopfer zu beklagen. Am 18. Oktober 1847 kam es im Komitat Vas zu einem denkwürdigen Zwischenfall, ebenfalls im Rahmen der Gesandtenwahlen. Im Komitat Békés waren im Zusammenhang mit der Amtserneuerung Unruhen zu verzeichnen. János Bene: rekonstruiert in seiner Schrift mit dem Titel „Der Briefwechsel von Lajos Kossuth und dem Komitat Szabolcs im Jahre 1848-1849" mit Hilfe der Korrespondenz des Kabinettbeauftragten und Kossuth die 17 Monate der Revolution und des Freiheitskampfes und die Tage der Schicksalswende. Unter den Briefen sind einige Komitatsaufzeichnungen, einige offizielle Abschriften der Schriften des Fi­nanzministeriums, aber die Mehrheit besteht aus dem Briefwechsel zwischen Lajos Kossuth, als Vorsitzenden des Verteidigungskommitees des Landes und dem Komitat Szatmár, die im Dezember 1848 beginnenden Kriegsereignisse betreffend. Das sind Aufrufe zur Organisierung freiwilliger beweglicher Truppen, Informationen über die politische Lage des Landes, Briefe , die über den Volksaufstand informieren, um die Heimat zu retten, sowie Antwortbriefe des Komitats. Ende Dezember des Jahres 1848 intensivierte sich der Briefwechsel, nämlich dann, als die Regierung entschied, ihren Sitz nach Debrecen zu verlegen. Damit verstärkte sich die Bedeutung des östlichen Landesteils und wurde damit aufgewertet. Ab dem Frühjahr des nächsten Jahres nahm die Bedeutung des Briefwechsels nochmals zu. Ab dem Frühjahr des kommen­den Jahres beschränkt er sich auf schriftliche Abhandlungen zwischen Kossuth und Sámuel Bónis, dem Kabinettbeauftragten. Er wies auf das Leid der Dorfbewohner, auf die Vermeidung soldatischer Gewalt und auf die Schadensregulierung hin, ausser­dem informierte er die Behörden über die Proklamation der Unabhängigkeitserklä­rung. Der Autor widmet seine Arbeit, dem Andenken des vor kurzem verstorbenen Archivar; Dr. Géza László. István Czövek: analysiert in seiner Studie „Der Politiker Kossuth und die rus­sische öffentliche Meinung" die ungarische Aussenpolitik unter einem weniger be­kannten Aspekt, er beleuchtet die Rolle Kossuth's und Ungarns aus dem Blickwinkel der russischen politischen Meinung. Während des Freiheitskampfes war es der ungarischen Regierung nicht möglich, weitreichende aussenpolitische Beziehungen

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