Die frage der Ungarn-Flüchtlinge von 1956 in Iserlohn. Quellensammlunk - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 35. (Nyíregyháza, 2006)

Quellen - Auszüge aus den Ratssitzungprotokollen

aus städtischen und allgemeinen Mitteln der Ratsmitglieder für Ungarn; und die zweite Abstimmung: dieselbe Geschichte für Ägypten. (Zurufe links: Nein! Nein! Gar nicht!) Im übrigen darf ich daraufhinweisen, meine Herren: über Sitzungsgelder können Sie wohl nur verfügen nie durch Mehrheitsbeschluß, sondern höch­stens durch einstimmigen Beschluß. (Zuruf links: Dann bleibt unser alter Antrag bestehen!) Ratsvorsitzer: Wenn der Beschluß zur Aufbringung der Sitzungsgelder nicht einstimmig gefaßt wird, entfällt dieser Beschluß und die 1000 Mark stehen nicht zur Verfügung; dann können wir sie nicht verteilen. Ich lasse also, meine Herren, folgendermaßen abstimmen: Zuerst genehmigen wir, die 1000 Mark aus der Stadtkasse zu nehmen und sie für den Zweck „Ungarn und Ägypten" zur Verfügung zu stellen. Ungarn und Ägypten. (Jawohl!) Und zwar entsprechend dem Antrag der SPD, der dies ja verquickt. Das ist der ursprüngliche Antrag. Dem müßten wir zustimmen. Oder aber - ich weiß mir bald nicht zu helfen - wir stimmen erst über die Summe ab und stimmen dann darüber ab, wie wir sie aufteilen. (Zustimmungsrufe) (Klute FDP: Erst über die Summe. Dann, wo sie herkommt usw.) Also über die Summe! Wer dem Beschluß beitreten will, 1000 Mark aus der Stadtkasse ... (Zuruf: Für das Rote Kreuz!) ...Jawohl, für das Rote Kreuz! Es läßt sich eben sehr „schlecht" abstim­men, es läßt sich schlecht darüber abstimmen. Wir können nur abstimmen über Ungarn- und Ägyptenhilfe, anders geht es gar nicht. Oder wir müssen sagen, 2000 Mark für einen bestimmten Zweck, den wir in der zweiten Ab­stimmung bestimmen. Anders ist es nicht möglich. (Zustimmung) Klute FDP: Ich möchte einen Vorschlag zur Vereinfachung machen; wir wollen es doch nun nicht daran scheitern lassen. Wir sind uns alle, glaube ich - ich habe jedenfalls das Gefühl -, darüber einig, daß noch 2000 Mark fließen sollen. (Zustimmung) Also stimmen wir zuerst darüber ab, ob noch 2000 Mark fließen sollen. Zweitens stimmen wir darüber ab, ob wir - die Herren Stadtvertreter - be­reit sind, von diesen 2000 Mark 1000 M aus eigener Tasche zu zahlen. Drittens stimmen wir darüber ab, wie diese nunmehr 2000 Mark, die ja nun auch finanziert sind, verteilt werden. Und dann haben Sie Ihren Salat, denn dann kann nichts mehr passieren.

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