Szabolcs-Szatmár-Beregi levéltári évkönyv 14. (Nyíregyháza, 2000)
Rezümék (angol, német)
von einer eigenartigen Doppelheit begleitet: er bestand zu jeder Zeit, sein Dienst wird überall geachtet, auch in den gesellschaftlichen Organisationen; er ist Inhaber hoher Auszeichnungen, unter den ersten wird ihm die Auszeichnung „Verdienter Lehrer" verliehen. Eigentlich konnte er aber die Schönheit, die Freuden der tatsächlichen Lehrer-Unterrichts-Erziehertätigkeit nicht genießen, da er in die Position eines Fronarbeiters der administrativen Verpflichtungen der leitenden Funktionen gedrängt wurde. ISTVÄN BALOGH Das Archiv des Komitats Szabolcs (1550-1767) Die ungarische Geschichtswissenschaft wendet sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts mit zunehmendem Interesse den verschiedenen überlieferten schriftlichen Materialien in den öffentlichen und Privatarchiven, als historischen Quellen zu. Diesem Interesse ist zu verdanken, daß zuerst im Jahre 1881, später mehrfach wiederholt, in den Fachzeitschriften Berichte über den Zustand der Komitatsarchive veröffentlicht wurden. Laut der kurzen Mitteilung ist im jetzigen Archiv des Komitats Szabolcs-SzatmärBereg das Schriftgut des Komitats Szabolcs seit 1550 vorhanden, die Schriftstücke des Komitats Szatmär setzen 1590 ein. Die Vertreter der Geschichtswissenschaft traten auch dafür ein, daß die Landes-, Komitats- und Stadtarchive in einen Zustand gebracht werden sollen, der die Aufbewahrung und Ordnung des dort liegenden Schriftgutes in einer Weise ermöglichen, die den Zugang für die Geschichtsforscher sicherstellen. In der Zwischenkriegszeit wurde die Angelegenheit der Archive erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Von dem erneuten Interesse zeugen die aufeinanderfolgenden Studien über die Geschichte der Archive, die durch zahlreiche Daten zu der Geschichte der ungarischen Schriftlichkeit beitrugen und auch die Fragen nach dem gesellschaftlichen Hintergrund der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit, nach der Entstehungsgeschichte der zentralen Staatsverwaltung, Burggespannschaften und der adeligen Komitatsorganisationen, der späteren Komitate, der Aufdeckung ihres sozialen Hintergrundes, der Organisation ihrer Verwaltung und Gerichtsbarkeit, ihrer Struktur, nach den Sorten der durch den Amtsbetrieb entstandenen Schriftmaterialien stellten; sie beschrieben auch die getroffenen Maßnahmen zur Bewahrung und Odnung der Archive. Das Schicksal und der Amtsbetrieb der die Schriftstücke produzierenden Organisationen wurden weniger beachtet. Die Studie unternimmt den Versuch — auf Grund der überlieferten Unterlagen — einen skizzenhaften Überblick über die Entstehung und den nach der Ordnung im 18. Jahrhundert entstandenen und bis heute bestehenden Zustand des Archivs des Komitats Szabolcs zu vermitteln. Die erste schriftliche Erwähnung über die Burggespannschaft ist in einer zwischen 1319 und 1321 datierten Urkunde zu finden. Der vom Meister Stephan und vier Stuhlrichtern gefaßte Richterspruch ist im Archiv der Familie Källay überliefert. Die ersten Schriftstücke, die sich auf die Periode der 14-15. Jahrhundert beziehen, über die Tätigkeit des adeligen Komitatsorganisation, sind in erster Linie im Archiv dieser Familie erhaltengeblieben. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Tätigkeit des adeligen Komitats bereits durch Landesgesetze geregelt. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts (1550) liegen die schriftlichen Dokumente der Verwaltungs- und Rechtsprechungstätigkeit des Komitates in einer lückenlosen Reihe vor: