Szabolcs-Szatmár-Beregi levéltári évkönyv 14. (Nyíregyháza, 2000)
Rezümék (angol, német)
Rang eines Hauptmannes ebenfalls bei diesem Bataillon seinen Dienst leistete. Das 48. Honvedbataillon zog von Buda nach Komärom, wo es seine Kämpfe gegen die Österreicher solange führte, bis György Klapka die Burg aufgab. Die größte Tugend der Memoiren von Peter Krasznay besteht in der Festhaltung des Alltagsgeschehens. Nach seiner Erklärung hielt er seine Erlebnisse nicht für die Öffentlichkeit, sondern auschließlich zur Belehrung für seine Familienmitglieder fest. Deswegen meditiert, filosophiert er nicht, wertet die Ereignisse nicht auf, er erzählt nur. Er erzählt die Alltage, die er selbst erlebte. Statt der Flut der großen historischen Ereignisse zeichnet sich für uns die Welt der Alltage eines Gemeinen, dann eines Wehrmanngefreiters, schließlich eines Leutnants ab, so gewährt er uns eine Geschmacksprobe von den Wünschen eines jungen Adeligen aus der Provinz, aus seinem Verhältnis zu den Offizieren und Honvedsoldaten, seiner Einstellung zu der Geschichte und seinen Vorstellungen über das Leben. Seine Betrachtungsweise, Lebensführung ist typisch — es gibt keinenen besseren Ausdruck — für den mittleren Adel. Seine Jurastudien nahm er auf, führte aber wegen des Freiheitskampfes nie zu Ende. Auf die Vergangenheit seiner Vorfahren ist er stolz, die eigenen Taten mißt er an denen der Gleichgestellten. Von der seine Alltage umgebenden bäuerlichen Welt, von der Mannschaft des Bataillons nimmt er zwar Kenntnis, läßt aber niemanden zu sich nahe. Durch seine Persönlichkeit leuchtet der Stolz der Honorationen. Sein Ideal sind sein älterer Bruder, Gabor und der Major, später Oberst im 48. Bataillon, Samuel Rakovszky. Das lange Leben des Peter Krasznay bis 1916 schließt die bürgerliche Umwandlung der ungarischen Provinz ein, mit all den Zufälligkeiten, Gesetzmäßigkeiten, mit den Kämpfen gegen den Absolutismus, den Aktivitäten im öffentlichen Leben auf Kreisebene, den Änderungen in der Familie und im Komitat, aber dieses abwechslungsreiche Dasein glänzt die ganze Zeit im Lichte der unvergäßlichen Erlebnisse des Honvedschicksals der Jahre 1848-1849. S ÁNDOR GALAMBOS „An den Hängen der Karpathen bereiten sich ernste Dinge vor" (Die Presse einer deutschen Stadt über den ungarischen Freiheitskampf) In Iserlohn in Nordrhein-Westfalen erschienen in der Mitte des vorigen Jahrhunderts sogar zwei Presseerzeugnisse, das Iserlohner Wochenblatt und der Öffentliche Anzeiger. In diesen zwei Blättern fanden die Mitarbeiter des dortigen Archivs etwa an die hundert Artikel, die sich an den ungarischen Freiheitskampf anknüpfen. Kurzberichte in einigen Worten, Analysen in mehreren Teilen, Persönlichkeitsbeschreibungen, Briefe, sogar Gedichte reflektieren auf die Ereignisse in Ungarn. Nach den Aussagen der Artikel brachten die Deutschen Sympathie für das „am äußersten Rande der westeuropäischen Kultur liegende" Ungarn auf, das seinen Freiheitskampf gegen die despotischen Systeme führt und gleichzeitig gegenüber dem sich ausweitenden slawischen Meer einen Schutzwall darstellt. Die Ereignisse im Karpatenbecken wurden als welthistorisch eingestuft. Wegen der großen Entfernung und der Einfachheit der Nachrichtenübermittlung kamen die Nachrichten mit einer Verzögerung von 5-6 Tagen an, die später dann berichtigt werden mußten.