Szabolcs-Szatmár-Beregi levéltári évkönyv 14. (Nyíregyháza, 2000)
Rezümék (angol, német)
WILFRIED FORSTMANN Adolf Glassbrenner (1810-1876) — „Schalksnarr der Freiheit" Adolf Glassbrenner, ein Literat mit publizistisch-satirischer Neigung aus Berlin, veröffentlichte die ersten Versuche mit 17 Jahren. 1832 ruft er die Zeitschrift „Der Berliner Don Quijote" ins Leben, die aber die Zensur nach zwei Jahren zum Schweigen verurteilt. Danach stellte er den kleinen Menschen, die Gestalten des Berliner gemeinen Volkes in der Reihe „Berlin, wie es ist und trinkt" vor. Darüber hinaus publizierte er Gedichte, Theaterkritiken und sozialkritische Schriften. Am Vorabend zu 1848 wird er angesichts der wachsenden sozialen Not, der Pauperisierung zu einem regelrechten Kläger. Die im Komischen Kalender abgedruckten Neujahrs wünsche fassen wiederholt zusammen, wofür er auch bis jetzt gestanden ist. In der Revolutionszeit startet er ein politisches Unterhaltungsblatt mit dem Titel „Freie Blätter". Auch hier tritt er für seine Ideen fest entschlossen ein, wobei er sich von der Tagespolitik fernhält. In satirischer Weise kritisiert er die revolutionären Ausschreitungen, mit Enttäuschung stellt er fest, daß die Begeisterung des Volkes nachläßt. Seine Laufbahn hat sich im Jahre 1848 voll entfaltet, danach ist seine Wirkung zurückgegangen. FERENC NAGY Der Name Ibrány in Rétköz in den mittelalterlichen Quellen Der Ortsname Ibrány entwickelte sich aus dem moslemischem Personennamen Ibrahim (Abraham). Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1280. Die Urkunde, die König Ladislaus IV. ausstellen ließ, bezog sich aber nicht auf die Siedlung im Komitat Szabolcs, sondern auf Ibrány bei Vukovár, im einstigen Komitat Valkó. Diese Siedlung wird im 16. Jahrhundert zerstört, ihre letzte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1492. Der Name Ibrány aus dem Rétköz taucht definitiv im Jahre 1310 als Gut von Lukács und Gergely aus dem Geschlecht Péc auf. Die Erwähnung der benachbarten mittelalterlichen Siedlungen, so z.B. Csur, aus dem 12. Jahrhundert, erleichtert die Identifizierung der Daten bezüglich Ibrány in Rétköz. Bei der Identifizierung stellt noch die Urkunde aus 1332 eine äußere Hilfe dar, welche die detaillierte Beschreibung der Gemarkung von Ibrány beinhaltet und viele auch heute noch gebräuchliche oder leicht identifizierbare Ortsnamen enthält. FRAU KUJBUS ÉVA MECSEI Aus welchen Mitteln trug die Stadt Nyíregyháza ihre Erbablösung? (Vermögensfähigkeit der Stadt und ihrer Bewohner am Anfang des 19. Jahrhunderts) Die Einwohner der 1753-54 neu besiedelten Stadt Nyíregyháza nutzten die ihr zugesicherten wirtschaftlichen und rechtlichen Möglichkeiten und wurden in kaum fünfzig Jahren in einem Umfang vermögend, daß sie die finanzielle Belastung der Erbablösung auf sich nehmen wagte. Der mitgliedstarke Magistrat, der für die Lenkung der immer verzweigteren städtischen Wirtschaftspolitik und der sich Tag für Tag vermehrenden Gemeinschaft gewählt wurde,