Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)
GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK ÜBER SZÉKESFEHÉRVÁR
In den 1960-er Jahren wanden in der Stadt Investitionen getätigt, zum Glück nicht nur in der Industrie. 1971 wollte man die Stadt in oberster Ebene entwickeln. Behindernd wirkte dabei, daß die Stadt als Wahrzeichen der alten Traditionen betrachtet wurde. Hier wurden 1972 die Milleniumsfeiertage und 1988 die Feiertage Stephans des Heiligen organisiert. Besonders wichtig war, daß Székesfehérvár im April 1989 zur Komitatsstadt, am 1-sten Dezember 1991 zur Stadt mit Komitatsrechten erklärt wurde. * Die bedeutendste Siedlung um die Stadt ist Csala, die einst der Besitz der Csáks und Teil des Festungsgebietes war. Seine Besitzer spielten als Adeligen eine bedeutende Rolle im gesellschaftlichen Leben des Komitates. 1453 spendierte László V. die Besitztüme von Csókakő an die Familie Rozgonyi. Die Spende wurde auch vom König Matthias bestätigt. Im XVI-ten Jahrhundert wurde Csala von dem Besitztum von Csókakő abgetrennt und der König bekam es zurück, da György Havassy ohne Erben verstorben war. In den Türkenzeiten gewann die Puszta György Hermann, Ambrus Szeghy und Mátyás Andreasics. Die Mitglieder der Militäradeligen wurden nie Inhaber, sie durften nur das Einkommen des Besitztums benutzen. Aus rechtlichem Aspekt besaß die Familie Nádasdy den Besitz, denen er auch nicht I 671 entnommen wurde. Im Jahre 1 702 war er mal unter den Besitztümen von Csókakő, mal von Mór aufgelistet, im XVIII-ten Jahrhundert wurde er vermietet. 1873 kaufte es György Kégl und nahm den Namen Csala auf. Er ließ das vernachlässigte Grundstück aufblühen, er errichtete das eklektische Schloss (Entwürfe von Alajos Hauszmann), ließ den schönen Schloßpark legen und errichtete im Park die Kirche zur Jungfrau Maria. Aus den Einnahmen des Besitzes wurde die Csalaer Grundschule finanziert. Der Name von György Kégl ist in erster Linie von seiner Spende bekannt, von einer Stiftung von 100.000 Forint, mit deren Hilfe das Spital zum Heiligen György gebaut werden konnte. Csala gehörte bis 1960 zur Siedlung Pákozd, später wurde sie Székesfehérvár angeschlossen. Sárpentele (am Stadtrand) stammt aus dem Mittelalter, erste mal wurde sie 1377 erwähnt und gehörte dem Székesfehérvárer Kapitel.