Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)
GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK ÜBER SZÉKESFEHÉRVÁR
In den Türkenzeiten gehörte sie auch unter die Macht des Székesfehérvárer Pröpsten. In den XVI. und XVII-ten Jahrhunderten war sie für ihren Weinbau berühmt. Die Türken nahmen ein Zehntel als Steuer. Nach ihrer Verjagung gehörte das Besitz zuerst der Familie Farádi Vörös, dann 1826 der Familie Széchenyi. Die Pfarrheit der Siedlung wurde 1818 von Ferenc Farádi Vörös gegründet. Laut Volkszählung in der Zeit vom König József II. bestand die Siedlung aus 17 Häusern und war von 34 Familien bewohnt. Kisfalud nannte man im Mittelalter Novajpuszta und gehörte dem Burgbesitz von Csókakő. In den Türkenzeiten war sie meist unbesiedelt aber die dort wohnenden wurden von den Türken besteuert, laut einer Angabe aus 1660. Die Siedlung gehörte 1 69 1 den Besitzen der Familie Hochburg (mit Csókakő zusammen), dann geriet sie als Erbstück zur Familie Lamberg, 1730 gehörte sie Rudolf Lamberg. Laut der bereits erwähnten Volkszählung wohnten hier in 2 Häusern 5 Familien. Im XVIII-ten Jahrhundert wurden die beiden Namen: Kisfalud und Novaj gleichzeitig benutzt. Der Name Novaj ist aus der Chronik von Simon Kézai bekannt und ist das selbe wie der Berg Noé. Das war im Xlll-ten Jahrhundert Besitz des Königs, bzw. der Königin. Ab 1193 ist auch der Name einer Feldmarke bekannt (Arpad-Tal). Im XIX-ten Jahrhundert gehörte die Siedlung zu Pákozd und man nannte ihn immer öfter Kisfalud. Die Familie Simai ließ das Schloß in den 30-er Jahren im eklektischen Stil bauen. Börgönd ist eine der ältesten Siedlungen des Komitates Fejér. In den XI. und Xlll-ten Jahrhunderten wurde sie als Bergen, bzw. Feldbergen erwähnt. Nachdem die Familie Tamás Zedgyes ausgestorben war, geriet das Besitz 1558 zur Schatzkammer. 1659 wurde es als Spende an Gábor Bossány, János Szeghy und Márton Eölbey gegeben. Nach den Türkenzeiten gehörte er dem Grafen Heister, dann der Familie Cziráky. Die Puszta (Ode) bestand aus einigen Häusern, 1784 wohnten hier 48 Personen. Die Entwicklung hier war im XIX-ten Jahrhundert sehr langsam, erst 1871 wurde hier eine Grundschule gegründet. In den 1930-er Jahren fing man mit dem Bau eines Flughafens an, Rollfelder und Hangare wurden gebaut, die militärischen Bauarbeite endeten am Anfang 1944. Bis 1988 galt die Siedlung als Außengebiet, seitdem gehört sie zur Verwaltungsgebiet von Székesfehérvár.