Ein Führer zur Stadtgeschicte und zum Archiv (Székesfehérvár, 2003)

GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK ÜBER SZÉKESFEHÉRVÁR

halten, 13-28. August 1927 wurde die Ausstellung und Messe der In­dustrie, Handel und Landwirtschaft organisiert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt durch ausländische Kredite finanziert. 1926 wurde das bis heute funktionierende Radio organisiert. Die ersten Entwürfe zu einer größeren Stadtplanung wurden auch in diesen Jahrzehnten gefertigt. 1938 war dem Heiligen Stephan gewidmet, die Vorbereitungen fingen 1932 an. In der Innenstadt wurden schöne Werke geweiht, die charakteresieren auch heute sehr stark das Stadtbild und bestimmen die Atmosphäre der Stadt. Die Denkmäler und das Kunstprogramm war sehr schön, der reichen Geschichte der Stadt angepaßt. 1937 wur­de das neue Rathaus nach etwa 50 Jahren aufgebaut. Nach Jahrhun­derten wurde hier wieder die Székesfehérvárer Landesversammlung veranstaltet, genau die 48-ste. An der im Hof des Rathauses abgehal­tenen Landesversammlung wurde das Andenken an Stephan den Hei­ligen inartikuliert (2. Paragraph, XXIV. Artikel 1938). Bei den Feiertagen wurden nicht nur geschichtliche und politi­sche Anliegen erwähnt, sie wurden fast zur kulturellen Heerschau. Die Feiertage wurden am 17-ten Januar 1938 eröffnet und es gab viele Veranstaltungen, wie Einweihung der Degen, Ausstellung des Schul­wesens, der Besuch des Kardinals Pacelli, die Nationalen Kunsttage, Gesangwettbewerb, die Wiederbegrabung der königlichen Aschen, die Einweihung der Statue des Heiligen Stephans und die kunstge­werbliche und volkskünstliche Ausstellung zwischen 27. November und 4. Dezember. Die jahrzehntelange Arbeit führte dazu, daß die Stadt zur Mus­ter-Munizipalbehörde geworden war. Während des Zweiten Weltkrieges war Székesfehérvár eine der meistgelittenen Städte. Die größeren militärischen Umgruppierungen um die Stadt fingen am 4-ten Dezember 1944 an. Die Russen griffen am 8-ten Dezember die Margit-Linie (Verteidigung um die Stadt) und die umliegenden Dörfer an. Die größeren Kämpfe spielten sich am 20-sten Dezember am Rande der Stadt ab, am 23-sten geriet die Stadt zu Händen der Russen. Die deutschen und ungarischen Trup­pen wollten am 18-sten Januar 1945 die Stadt im Rahmen der Kriegs­aktion Konrád III. zurückerobern und es gelang am 22-sten Januar. Dann erfolgten hier noch sogar bis 22-sten März verbitterte Kämpfe.

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