Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Die Ermittlung
Bis dahin begann es zu regnen, man konnte nicht einmal mit den Hunden etwas anfangen. Um halb neun betrat László Illés die Sakristei der Kirche in Szentgotthärd und sagte, er wisse, es ist eine sehr peinliche Sache und wisse auch, dass die Priester davon ungern reden, aber um der Ermittlung willen sollen wir alles ehrlich erzählen, was wir von den Frauen- und Liebesgeschichten von János Brenner wissen. Er war dessen sicher, dass der Beweggrund des Mordes Liebesrache war. Er war noch gar nicht am Tatort, aber er hätte das schon gewusst. Sie nahmen die Liebeslinie so ernst, dass sie vor keinem tätlichen Angriff zurückscheuten. Der Deckname von Béla Klamerusz hieß „Hauptmann Tóth Die Priester des Bistums Szombathely kannten ihn als Hauptmann Tóth, und es war allgemein bekannt, dass er zu den unerbittlichsten Priesterhassern und Priesterschlägern gehörte. Die Führung der Ermittlung lag in den Händen von Priesterhassern, die Genuss daran hatten, dass es gelang, einen Priester 'kaltzumachen '. Es bedeutete einen großen Vorteil für die Mörder. Bei der Ermittlung wurde ich von László Illés verhört. Mir wurde nichts angetan. Aber Herrn Dekan Kozma und meinem Mitkaplan Rezső Németh schon. Sie gerieten in die Hände von Hauptmann Tóth. In Szentgotthärd herrschte Panik. Nach der Dämmerung wurden die Fenster in Richtung Kethely verdunkelt, auf der Straße war kein Mensch zu sehen. Die Frauen, die in die Nachtschicht gingen, wurden von Männern mit einer Axt zur Bushaltestelle begleitet und dort abgeholt. Am Tag des Mordes fuhr ich um 17 Uhr zum Pfarrhaus in Kethely, damit Herr Dekan nicht allein war. Dabei nahm ich diese Panik wahr. Vergeblich wartete ich auf den Herrn Dekan, die Ermittlungsbeamten nahmen ihn zur Polizei mit und erst am nächsten Vormittag wurde er entlassen. Nach seiner eigenen Aussage bekam er einen Stromschlag, als er die Klinke anpackte. Dann bekam er weitere andere Schläge. Auf der Polizei wurde er in ein Zimmer eingesperrt, in dem ein Tisch und ein Stuhl standen. Auf dem Tisch lagen Papierblätter und Schreibzeug, an Haken hingen mehrere Gummiknüppel. Der Raum war mit drei 100 Watt Glühbirnen beleuchtet. Er erhielt 85