Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Skizze über die Verfolgung der katholischen Kirche in Ungarn (1945-1957)

Die Beisetzung Die Beisetzung von János Brenner wurde für den 18. Dezember 1957 erlaubt. Die Totenmesse wurde am Morgen des Beisetzungstages in der Franziskanerkirche in Szombathely gefeiert, wo er auch getauft worden war. Der Zeitpunkt der Beisetzung wurde im voraus auf 14.30 in der St. Quirin-Kirche festgelegt. Die Gläubigen sammelten sich in immer größerer Zahl. Bis zu Beginn der Liturgie musste man eine Stunde warten, denn die Behörde wollte sie nicht erlauben wegen der großen Menschenmenge. Natürlich erlaubten die Behörden niemandem, den Leichnam anzuschauen. Die Beisetzungszeremonien leitete der Diözesanbischof von Szombathely, Sándor Kovács, unter der Beteiligung der Priester des Bistums. László Nagy und István Seregély, Studienkollegen von Kaplan Brenner, waren die Assistenten. Der Diözesanbischof gedachte des jungen Priesters in seiner Beisetzungspredigt: „Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe hin ... Er zögerte nicht, er wankte nicht, er bat um keine menschliche Stütze, - er ging mutig los, denn er ging für Seelen, und er gab sein Leben hin wie ein guter Hirt. [...] Wir danken Dir, Jesus, dass Du uns, dem Bistum, diesen jungen Priester mit seinem reinen Geist, starken Glauben und seiner Opferbereitschaft gegeben hast. “ 79

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