Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Skizze über die Verfolgung der katholischen Kirche in Ungarn (1945-1957)
Das Beileid und der Schmerz war übergroß, keiner wagte es zwar auszusprechen, trotzdem wusste jeder, warum er sterben musste. In der Krypta, in der Familiengruft wurde er zur ewigen Ruhe gebettet, wo auch für die Eltern die Grabstätten vorbereitet waren. An sein Grab, wo später auch sein Vater beerdigt wurde, wurde sein Primizspruch geschrieben: „Gott führt denen, die ihn lieben, alles zum Guten.“ (Rom 8, 28) László Brenner, der Bruder von János, erinnerte sich an die Beisetzung: „ Der Schmerz meiner Eltern war unaussprechlich. Meine Mutter sagte öfter: 'Mein Gott, warum musste es so geschehen? Bis jetzt waren wir so glücklich und nun bricht dieser Schmerz über uns herein.' Ein für allemal habe ich gelernt, man kann über das Leid schön sprechen, aber erst das erlebte Leid hat Kraft. Die Beisetzung ging schnell. Vielleicht allzu schnell. Den Gesichtsausdruck meines Bruders werde ich nie vergessen. Er hatte ein etwas bitteres Lächeln im Gesicht. Ich glaube nicht, dass es einen Künstler gibt, der fähig wäre, dieses Gemälde des Todes und des Jenseits' zugleich darzustellen. In den finstersten Tagen des Jahres war auch das Wetter nebelig, trüb und niederschlagend. Als aber die Prozession aus der 80