Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Die Schriften von János Brenner
loser Säugling ist, das aber mächtiger ist als alle Herrscher der Welt. 2. Wir warten auf Jesus, der zum Gericht kommt. Denn Jesus wird kommen. „Der Vater hat ihm alle Macht in die Hände gegeben, damit er alle richtet.“ Und: „Wie der Blitz, der im Osten entsteht und bis zum Westen reicht, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein. Wenn er auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Majestät kommt, um Lebende und Tote zu richten.“ Die Weisheit Gottes wird sich in all diesem offenbaren. a. ) Das wird der Tag der Gerechtigkeit Gottes sein, wenn Gott jedem Gerechtigkeit verschafft. Wäre Gott etwa gerecht, wenn er zulassen würde, dass nur die Bösen auf Erden zur Geltung kommen, dass das Böse triumphiert, und dass beim Jüngsten Gericht Gute und Böse zugleich in die Freude Gottes hineintreten dürfen? Wäre Gott etwa gerecht, wenn er denen nicht mehr an Gutem zuteil werden lassen würde, die hier auf Erden viel Leid, Demütigung, Spott und Verleumdung erduldet haben, dabei Gottes Gesetzen treu geblieben sind, und um Gott zu dienen auch auf das Mehr, das Vermögen, verzichtet haben? Nein! Es muss der Tag kommen, an dem in den Handlungen jedes einzelnen offenbar wird, was verborgen gewesen ist. Es muss sein, dass Gott endlich die Schafe von den Böcken trennt. Es muss sein, dass jedes unschuldige Leiden und jeder heldenhafte Verzicht seinen Lohn erlangt, und jede heimliche Sünde bestraft wird. Nichts wird verborgen bleiben. Vor aller Welt soll sich derjenige schämen, der Böses getan hat. Vor seinem Vater und seiner Mutter, die vielleicht schon längst gestorben, ihm das Gute beigebracht hatten. Vor seinen Kindern, für die er Vorbild sein wollte. Vor all seinen Verwandten, Freunden und Bekannten. b. ) Wer ein Wild erschießen will, wird keines treffen, wenn er mit seiner Flinte im Wald herumknallt. Nie wird derjenige einen 183