Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Die Schriften von János Brenner

Advent Christi Adventssonntag 1. Dezember 1957 Liebe Schwestern und Brüder in Christus! Die heilige Kirche lässt zweimal nacheinander in der sonn­täglichen Lesung über das Jüngste Gericht lesen. Jedoch jeweils unter einem anderen Gesichtspunkt. Der letzte Sonntag im Jahreskreis beschließt das Jahr, mit dem Advent beginnt ein neues Kirchenjahr. Ebenso wird das Jüngste Gericht das aller­letzte Ereignis der ganzen Welt sein, dann wird alles seinen endgültigen Platz einnehmen. Der erste Adventssonntag ist der Anfang eines neuen Jahres, eines neuen Zeitalters, und zwar das der Erwartung der Ankunft Christi. Deshalb steht der Menschensohn, der sich zum Gericht aufmacht, in einem ganz anderen Licht vor uns: Wir halten Ausschau nach seiner Ankunft und warten darauf. Wie gut passt das Gericht sowohl zum Ende als auch zum Anfang! 1. Wir erwarten zunächst die Ankunft Jesu an Weihnachten. Wir warten auf den heiligen Augenblick, in dem in der stillen Nacht von Weihnachten der Sohn Gottes auf die Erde herunterstieg, um den ersehnten Frieden auf die Erde zu bringen. Für uns bedeutet die Ankunft Christi ein Warten, damit der in Gnade ankommende Christus die Sünde in uns besiegt; wir warten darauf, dass im Glanz der Weihnachtsbäume der Friede, das schönste Geschenk des Christkindes in Bethlehem, in unserer Seele und unter uns geboren wird; wir warten, dass die Krippe in Bethlehem für uns Menschen Quelle der Güte und des ver­ständnisvollen Erbarmens Gottes wird. Wir warten auf die Ankunft dieses Kindes, das ein hilfloses Kind und ein waffen-182

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