Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Mitpriester über den Märtyrer
Zum 44. Todestag von János Brenner Gyula Perger Szombathely, in der Salesianerkrypta 16. Dezember 2001 Liebe Schwestern und Brüder in Christus! Es läutete damals am Sonntag zur heiligen Messe, wie an jedem anderen Sonntag früh. Aber in der Kirche in Rábakethely konnte die heilige Messe an jenem Tag, dem 15. Dezember 1957, nicht beginnen, und aus dem Mund des gläubigen Volkes konnte die zeitlose Sehnsucht nicht erklingen: Taut, o Himmel, herab! Denn die Glocke, die im Kirchenturm zur heiligen Messe rief, war - und viele wussten es noch gar nicht - die Totenglocke des Kaplans János Brenner. Was war in dieser dunkelsten Winternacht vom 14. auf den 15. Dezember 1957 geschehen? Der junge Kaplan wurde unter dem Vorwand eines Versehgangs aus der Pfarrei herausgerufen. Im Bewusstsein seiner priesterlichen Pflicht ging er mit dem Altarsakrament über den Hügel zum Kranken. Am Rand des Waldes erwarteten ihn schon seine Mörder, die ihn angriffen und auf grausame Weise mit 32 Messerstichen töteten. Im Dorf hörte man Geschrei und Worte: „Passt auf, da läuft er! Tut mir nichts an! Mein Gott, hilf mir!“ Während der Ausübung seiner Berufung erlitt er den Mord. Kaplan János Brenner predigte sogar in seinem Tod, denn als er starb, hielt er seine Hand über dem Altarsakrament und schützte es. Der Arzt, der zum Tatort kam, sah die durchgeschnittene Luftröhre und konnte nur noch den Tod feststellen. Die Ermittlung begann erst einen halben Tag später, wobei man Spuren, die der Sache weitergeholfen hätten, außer acht ließ. Die Ermittlung wurde von den Leuten der 165