Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Bekenntnisse

Die Kräfte der Finsternis wussten nicht, sie konnten es ja nicht wissen, dass sie den Menschen, der sich dem Dienst Gottes ver­schworen hatte, höchstens beiseite schieben konnten. Aber töten konnten sie ihn nicht! Sein Gedächtnis, seinen Glauben - den Glauben konnten sie nicht töten! Märtyrer seines Glaubens „Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter, dann leuchtet es allen im Haus. “ (Bergpredigt aus dem Matthäusevangelium 5, 15) Pfarrer Ferenc Rimpfel aus Rábakethely - Ohne Namens-, Zeit- und Ortsangabe möchte ich etwas erzählen ... Einige werden es bestimmt verstehen, warum. Ich begegnete jemandem, der mit mir sprechen wollte. Ich antwortete: Bitte schön. Wir setzten uns und er fing an eine Viertelstunde lang unverständlich herumzustottern. Ich ver­suchte zu entnehmen, was er eigentlich sagen will, was sein Problem sei. Dann sagte er: wir haben oder ich habe mit zwei anderen Leuten János Brenner getötet. Ich versuchte ihn nach seinem Namen fragen, woher er käme, wo er wohnte. Er antwortete nicht, sondern starrte nur mit gläsernem Blick vor sich hin ... Diejenigen, die den Mord geplant und ausgeführt hatten, verwickelten unschuldige Menschen in den Mord, die sich in der Nacht des Mordes als Helden betrachteten und mein­ten, sie hätten eine Heldentat vollbracht, weil sie einen Priester getötet hatten. Diese Menschen sind dadurch bestraft, dass wir ihre Namen nicht in unseren Mund nehmen, weil wir ihre Namen nicht kennen, und die Geschichte vergisst sie. Die Geschichte bestraft diese Leute mit der Namenlosigkeit. 135

Next

/
Thumbnails
Contents