Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Bekenntnisse

weiß, wer es war. Es ist eine traurige Geschichte, aber sie ist geschehen. Es tut mir leid ... Ich bete viel für ihn und bitte den lieben Gott, er möge heiliggesprochen werden, weil er es ver­dient. Er hat viel gelitten. Gyula Szabó - Es hat sich die Frage nie erhoben, wie viele es waren. Ich kam von Rábakethely weg, als Herr Tóka entlassen wurde. Er wurde vorher vor zwei Gerichten zum Tode verurteilt, in Szombathely und Szentgotthárd. Tibor Kóczán, der ihn aus dem Pfarrhaus herausgerufen hatte, war ein 17jähriger Kerl. Es ist lächerlich, dass er allein den Mord begangen haben soll. Ich lernte ihn ken­nen, als ich in Zalaegerszeg war. Er wurde zu 8 Jahren verurteilt. Der arme Tibor hat auch heute noch Angst. Ich ver­stehe ihn, weil damals, soviel ich weiß, vier Morde geschehen waren. Einer davon war, dass ein Soldat die Mutter von Tibor auf dem Maisfeld erschossen hatte.- War es ein Unfall?- Sie pflückte Bohnen und der Soldat wollte angeblich einen Spatz für seinen Hund schießen oder ich weiß nicht wofür, und dabei erschoss er sie.- Fliegen die Spatzen in der Höhe der Bohnen?- Ich weiß nicht, wie hoch sie fliegen. Ich verstehe Tibor, er hat mir nämlich erzählt, was seiner Mutter passierte. Er wurde zu 8 Jahren verurteilt und saß davon 6 Jahre ab. Das alles hat ihn sehr gebrochen. Er wagt nicht zu reden ... und sagt nicht, wer es gewesen ist und wie es geschehen war. Er hatte Kaplan János herausgerufen, aber wer noch anwesend gewesen waren, äußert er nicht. Die Tochter von Ferenc Tóka- Guten Tag! Entschuldigung, wir suchen Herrn Tóka.- Er hat nichts zu sagen. Ich bin seine Tochter. 129

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