Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Bekenntnisse
- Sind Sie seine Tochter? Er könnte sich ja endlich mal wenigstens rechtfertigen ...- Es interessiert mich nicht. Lassen Sie ihn in Ruhe, er ist 83 Jahre alt. Wir haben genug davon. Er hatte zweimal einen Herzinfarkt. Wir haben genug davon.- Könnten wir vielleicht doch mit ihm sprechen?- Nein, weil ich es nicht erlaube.- Würden Sie dann uns erzählen, was Sie von der Sache wissen?- Nein. Es interessiert mich nicht. Lassen Sie mich in Ruhe! Samt Priestern und allen. Wir hatten genug davon.- Aber sein Bruder ist auch Priester, das heißt Ihr Onkel.- Ich weiß. Er ist mein Patenonkel.- Wurde Ihr Vater etwa verunglimpft?- Ja. Es ist eine sehr traurige Geschichte.- Was wissen Sie davon? Warum nahm er es dann an? ...- Versuchen Sie es selbst durchzumachen! Warum sitzen Sie nicht für ihn? Dann würden Sie erfahren, warum er es angenommen hat. Hätten Sie gesehen, wie sie nach Hause kamen! Selbst meine Mutter hatte Wunden am Kopf, die Haare wurden ihr herausgerissen und alles Mögliche. Ich glaube, jetzt brauche ich nichts Weiteres zu sagen. Mein 17jähriger Bruder wurde verschleppt, meine Mutter wurde verschleppt, mein Vater wurde verschleppt. Es ist sehr traurig, dass es damals eine solche Welt gab.- Und was wissen Sie von dem anderen Mann, der verdächtigt wurde? War er auch unschuldig?- Wer?- Tibor.- Kóczán? ... Ich vermute nicht, dass er unschuldig gewesen war. Meiner Meinung nach ist es sicher, dass er es auch war.- Und wer noch?- Woher soll ich es denn wissen? Ich war nicht mit dabei. Fragen Sie Kóczán! Er war da, er rief den Priester heraus. Das 130