Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Die Ermittlung

Gerichtsakten von Ferenc Tóka, dem ersten Verurteilten, heißt es, dass der Knopf an seinem Mantel abgerissen wäre. Wem der Knopf wohl gehörte, wissen wir bis heute nicht. Genauso wurde nicht herausgefunden, wem der am Tatort gefundene khakifarbige Hut gehörte. In der Ermittlung schnüf­felten die Hunde am Hut, aber weder beim ersten Verurteilten noch beim zweiten signalisierte der Hund, dass der Hut ihm gehören würde, und auch bei keinem der Männer aus der Umgebung. Waren etwa die Mörder nicht aus der Umgebung? An der Wand des Pfarrhauses neben dem Eingang fand man Blutspuren. Man hielt es für überflüssig, die Blutgruppe dieser Spuren festzustellen. Auch die Identifizierung der Haare, die in den Händen des Opfers gefunden wurden, blieb aus. Diese Befunde hätten eine Spur geben können, um den Mörder zu finden. Die Mörder hatten die Kirchenschlüssel János Brenner weggenommen, aber als sie zum Pfarrhaus zurückgekommen waren, konnten sie die Tür nicht aufmachen, weil sie die Schlüssel zum Pfarrhaus unterwegs verloren hatten. Ein halbes Jahr später fand ein junger Mann sie in einem Wassergraben. Die Ermittlungsbeamten fanden diese Schlüssel nicht, aber in den Akten heißt es, sie hätten sie mit Hilfe des Hundes Kántor gefunden. 103

Next

/
Thumbnails
Contents