Kovács Tivadar szerk.: Theatrum — Színháztudományi értesítő 1963/2

Előadások - Dömötör Tekla

Löblicher Stadtrath! Unterzeichneter bittet untertänigst um die Erlaub­nis ein böhmisch-deutsches Theater auf der Neu­stadt aufrichten zu dürfen und glaubt seine Bitte mit folgenden Gründen unterstützen zu können. 1. Da man schon öfters mehrere Theater zugleich in der Stadt Prag hatte und man die Erlaubnis zu spielen unbekannter Fremden gestattet, so schmei­chelt sich der Bittsteller um so mehr der Gewährung seiner Bitte, da er nicht nur ein Innländer, son­dern auch Bürger der Hauptstadt Prag ist, der sich viele Jahre mit seiner ganzen Familie ehrlich und untadelhaft genähret und sich immer so betragen, dass man keine Klage, dessen der ganze gewesene löbliche Magistrat selbst Zeuge ist, wider ihn an­stellen kann. 2. Wählet er zu Gliedern seiner Trupp meist Nazi­onalisten, die nicht nur ihres wissenschaftli­chen, sondern auch sittlichen Betragens die besten Zeugnisse aufweisen können, woran nach seiner Mei­nung nicht wenig beruht, denn er glaubt, es müsse viel stärkern Eindruck machen, wenn selbst auch der, welcher Moral predigt, moralisch ist. 3. Jedermann von Verstände und Kenner der Ge­schichte weis, dass die Schauspielkunst auch Ein­fluss auf die Sitten des Staats gehabt und habe, dass sie in vielen Fällen die Begriffe läutere und den Menschen bilde. A kialakuló színházaknak a társadalmi bázisa egész más Nyugat- és Kelet-Európában. A polgári színpadot elsősorban természetszerűleg mindenütt a polgárság hozza létre, de szövetségesei helyenként és időben is különböznek egymástól. Itt most nem akarok szólni a XVI. századi hivatásos szinház kialakulásánál a nemesség szerepéről vagy pedig a - 53 -

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