Székely György: Edward Gordon Craig és Hevesi Sándor levelezése, 1908 -1933 (OSZM, Budapest 1991)

A LEVELEK

2. Craig itt arra a Souvenir-ra utal, amelyet G. F. Händel Acis and Galathea című operájának, illetve a The Masque of Love (A szerelem álcajátéka) című alkotásnak az előadásához készített, s melyek bemutatója a londoni Coronet Theatre-ben 1902. március 10-én volt. 3. Valószínűleg Leon Schiller (1887-1954), a lengyel rendező említette Craignek Sta­nislaw Wyspianskit (1869-1907) egy korai, valószínűleg elveszett levelében. Kettejük levelezését Irena Schiller a Pamietnyk Teatralny XVII. (4.) 1968. számában közölte. 7. HEVESI TO CRAIG / HEVESI CRAIGHEZ [Undated / Dátum nélkül] Lieber Freund, Träume werden also zur Wirklichkeit? The Mask is der schönste Traum! Eine Wiedergeburt der alten Bühnen! Dramaturgie als Kunst des Theaters! Die Dramaturgie von gestern und vorgestern sah im Drama nur das Buch. Sie sagten mit der Bibel: und zuerst war das Wort. Und das Wort war ihnen alles. Die alten Dramaturgen waren Litteraten, das Drama war ihnen Litteratur [!]. Sie haben das Drama losgerissen von der Mimik, von der Malerei, von der Musik und vom Dekorativen und wussten nichts vom Stil. Und jetzt! Alte vergrabene Künste steigen aus ihrem Grabe. Die Mystik der Schauspielkunst lebt wieder auf! Glauben Sie, dass die Menge vom alltäglichen, platten Realismus und von der lügenhaften Romantik - there is a poetical Drama of the Philisters [!] loskommen kann??? Seit einem halben Jahre habe ich eine neue Theaterschule 1 und vorgestern habe ich dort diese Frage gestellt: Halten sie die Marionetten für natürlich? 2 Nein - sagten sie alle einstimmig. Was! - rief ich entrüstet aus! Marionetten sollten nicht natürlich sein. Alle ihre Bewegungen entsprechen völlig ihrer Natu r. Eine Ma­schine, die sich nach menschlicher Art bewegen will ist unnatürlic h. Noch mehr: Die Marionetten sind mehr als natürlich, sie haben auch Sti l, dass heisst: die Einheit des Ausdruckes und darum ist das Mario­nettentheater wah r! Die Leute verstehen die Natu r nicht. Natur ist ihnen nicht die Notwendigkeit, das Gesetz der Dinge, sondern das alltägliche, das platte, das Gemeine. * 24 *

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