Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)

Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)

bildete, sind überall dafür Beispiele darauf zu finden. 20 (Das berühmteste, solche Denkmal der sogenannte Hl-Stephan-Sarkophag in Stuhlweissenburg [ung. Székesfe­hérvár], das größte ungarländische Denkmal der frühromanischen Steinmetzkunst, das im 11. Jahrhundert aus einem römischen Sarkophag umbehauen wurde. 21 ) Die römi­schen Resten und Steinmetzarbeiten des Komitats Vas spielten jedoch eine aussergewöhnliche Rolle in der Geschichte der Altertum-Rezeption in Ungarn. János Szily, Bischof von Steinamanger, 22 der seine Bildung in Rom erwarb, ließ im Laufe des Bauens seiner neuen Residenz und des Doms, zwischen 1778-1783, die her­vorgekommenen, römischen Steinmetzarbeiten aus Savaria im Hof des neuen Palastes errichteten Lapidarium ansetzen. Im Gegenteil zu den Renaissancen Inschrift- und Steindenkmäler-Sammlungen, die von der allgemeinen Interesse, zwar Begeisterung für den Humanismus nach der Antiquität ins Leben gerufen und die teils vom König Matthias I. (Corvinus) in Dienst seiner herrscherlichen Legitimationsstrebungen 23 gestellt worden waren, war dieses das erste, wirklich mit wissenschaftlichen An­sprüchen auf zustande gebrachte Lapidarium in Ungarn. 24 Die erdgeschössigen Wände in sala terrena des Palastes wurden von István Dorffmaister im Auftrag des Bischofs 1784 ausgemalt. An den Wänden wurden mehrere bedeutende Steindenkmäler aus Savaria verewigt. 25 (Abb. 13-15) János Szily hat sogar István Schönwiesner, den ersten Archäologieprofessor der Pester Universität, mit der Bearbeitung der im Jahre 1791 veröffentlichten, römerzeitlichen Geschichte und Steindenkmäler von Savaria beauf­tragt. 26 (Abb. 6, 16-17) Der Name der römischen Provinz (genauer Provinzen) Pannónia blieb, wenn auch von den territorialen Beziehungen der Römertradititionen mehr oder weniger unab­hängig behandelt, auch in den späteren Zeiten berühmt als Zeichen der Römererbschaft - z. B. im Mittelalter, obwohl es nicht sehr oft benutzt wurde, wurde darunter das ganze Ungarn verstanden. 27 In dem späteren Wortgebrauch hätte das auch zeitweise eine Rolle spielen können, dass die heutige, neuzeitliche - seit der Türkenherrschaft gebrauchte - ungarische Benennung „Transdanubien" Ergebnis der Betrachtung aus der Richtung vom, am westlichen Donauufer liegenden Pressburg [Bratislava], der ehemaligen Hauptstadt ist, 28 was übrigens der Betrachtungsweise nach der Türkenzeit entspricht, in deren Mittelpunkt Pest (der östliche Teil des heutigen Budapest) und beziehungsweise die ungarische Tiefebene stehen, aber z. B. von Österreich­Deutschland her betrachtet ist es unverständlich, und schwer zu übersetzen, zu er­klären. So das in Burgenland veröffentlichte Buch von Ilona Valter behandelt mit der Bestimmung Westpannonien die romanische Sakralarchitektur des sich von Voralpen bis zum westlichen Ende des Plattenseens erstreckenden Gebietes, der mittelalterlichen Grenzenkomitaten Mosón, Sopron, Vas, Zala, beziehungsweise des westlichen Teils von Komitat Győr, das die Grenze nicht berührt, 29 damit auch hinsichtlich des Mittelalters anachronistischer Gebrauch der Benennungen des neuzeitlichen Trans­danubiens (Dunántúl), beziehungsweise in der jüngsten Zeit Burgenland zu vermeiden, aber damit jedoch einen nicht wenig anachronistischen, altertümlichen Namen­gebrauch aufzuerwecken und umzudeuten. Die Gerechtigkeit der geographischen Begrenzung bestätigte jedoch das in Betracht gezogene Denkmalmaterial: auf Grund des gleichen Kreises der Auftraggeber, der Baustoffverwendung und der Technik, ähn­liche Stilelemente aufweisender Ornamentik, und des Motivschatzes deutete die Verfasserin auf die kunstgeographischen Zusammenhänge eines mehrere Komitate in

Next

/
Thumbnails
Contents