Détshy Mihály nyolcvanadik születésnapjára tanulmányok (Művészettörténet - műemlékvédelem 11. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 2002)
Tóth Sándor: Észrevételek a pesti reneszánsz szentségházak tárgyában
Lux is: (39. jegyzetben i. m.) 8. A visegrádi középrész becsült mérete 150x106 (Pannónia regia 1994. 336.), a pesti vörösmárványok nagysága 261-264x138-139 cm. Jóval kisebb a desiderioi mintakép is: a fő rész és a lunetta együttes magassága 242 cm. Ld. Cardellini (15. jegyzetben i. m.) 217. 42 A pápai oklevélhez és Nagyrévi titulusához vö. 19. jegyzet. Nagyrévi vikáriusi állása nem föltétlenül folyamatos - Vácott 1507 nyarán új püspököt szolgált (vö. 3. jegyzet és Pattantyús 1998b. 221.) -, de a rá vonatkozó oklevelek másféle megbízásokról is szólnak (ld. uo. 219-220.). A pesti plébánián tizenegynehány évvel utóbb még visszaállt a Nagyrévi-éra: ezúttal mint kormányzó és Gallipoli püspöke regnált a család Pál nevű tagja (uo. 221-222., 226.: 35-36. jegyzet). (A 3-49. képeket készítette: Hack Róbert. Az 52., 53. kép: KÖH Fotótár. Az 54., 57. képet készítette: Bokor Zsuzsa. Az 55. képet készítette: Szepsy Szűcs Levente.) Bemerkungen betreffs der Renaissance-Tabernakel zu Pest Sándor Tóth Die Pfarrkirche der Innenstadt zu Pest hat zwei grosse Renaissance-Tabernakel, die in letzteren Zeiten einem Meister zugeschrieben sind, von dem wir nur soviel wissen, daß er ein Italiener in der Stadt war, und 1506 einen Grabstein aus Rotmarmor für die Kathedrale in Eger (Erlau) lieferte. Es wurde angenommen, daß dieser Meister aus Esztergom (Gran) nach Pest kam. Die beiden Tabernakel - die im Mittelstück aus Rotmarmor, sonst aber aus Mergel gefertigt wurden - sind auf den ersten Blick wirklich sehr ähnlich, in dem Aufbau und Maß sowie in der Flächenausfüllung sozusagen gleich. Sie tragen aber zwei verschiedene Wappen, zeigen abweichende Bildmotive, und sind auch in der Verzierungsweise nicht einheitlich. Die Wappen sind inschriftlich bestimmt: das eine gehört zu Andreas, Bischof von Thermopyle, das andere - datiert 1507 - zur Stadt Pest. Eine ausführliche Analyse zeigt eindeutig, daß an beiden Tabernakeln mehrere Stile erscheinen, deren zahlreiche Züge die zwei Werke zugleich miteinander verknüpfen. Die Gesamtheit der aus Mergel gefertigten Werksteine ist grob auf zwei Gruppen zu trennen, die sich gleichermaßen über beide Werke verteilen. Die Mittelstücke, die viel einfacher behandelt sind, unterscheiden sich voneinander beträchtlich, durch einige Details verstärken sie doch den Eindruck des Stilzusammenhangs der Tabernakel. Aus all dem ergibt sich, daß die Zuschreibung einem einzige Steinmetzen weder beider Tabernakel, noch des einen oder anderen richtig ist, manche der Arbeitskräfte konnten aber an der Herstellung sowohl des bischöflichen als auch des städtischen Werkes teilnehmen. Die Planung lag bei solchen Werken vermutlich in einem Hand. Es fiel schon längst auf, daß hier ein architektonisches Konzept dominiert. Das ist gar nicht gewöhnlich: bildhauerische Züge beherrschen sowohl das Urexemplar des Typs Florenz, das Werk von Desiderio da Settignano in S. Lorenzo - als auch die in Ungarn nachweisbaren anderen Spielarten, den rekonstruierten Mittelteil in Visegrád und den vollständigen Tabernakel zu Pécs (Fünfkirchen). In Pest kommt aber das architektonische Konzept nicht an beiden Tabernakeln übereinstimmend zum Ausdruck: an dem mit dem Wappen der Stadt verraten manche Züge eine Verflauung, zu der, hauptsächlich an den Pilastern, die Vereinfachung der Ornamentik kommt. Dieser Tabernakel ist also eine Nachahmung des anderen, den der Bischof Andreas herstellen ließ.