Pamer Nóra szerk.: Gerő László nyolcvanötödik születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 6. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1994)

Tomáš Durdík: Batterietürme der böhmischen Burgen

Lösung, in der die einzelnen Batterietürme den Bestandteil eines gut durchdach­ten Systems bildeten und keine vollkommen selbständige Verteidigungseinheit mehr. Das unterscheidet die Burg Hartenstejn von der nur wenig jüngeren Burg Doubravská Hora (z.B. Menclová 1976 437-440), die ebenso wie Hartenstejn auf einem dominanten Hügel nach den Jahre 1479 erbaut wurde. Die Ecke des poly­gonalen Umfangs der Burg sicherten mit einer einzigen Ausnahme die runden Batterietürme (Abb. 4), die in jeder Etage mit einer Menge von schlüssellochför­Abb.4. Doubravská Hora. Grundri der Burg. Schraffiert: spätgotisches Mauerwerk, weiß aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts (Nach D. Menclová) migen Schießscharten versehen waren. Obwohl alle sieben Türme Bestandteile des Wehrsystems waren, wurden sie als selbständige Objekte verstanden. Die er­haltenen architektonischen Details des Palas, insbesondere die Zellengewölbe lassen auf die sächsischen Zusammenhänge bei diesem Objekt schließen. Mit Batterietürmen arbeitete bei seinen Fortifikationen auch einer der be­kanntesten Baumeister der böhmischen Spätgotik Benedikt Ried. Dieser Meister verwendete jedoch ein sehr breites Register von Befestigungsgliedern, die er je nach dem konkretem Bedarf und konkreten Bedingungen feinfühlig und effek­tiv als organische Bestandteile eines gut durchdachten und maximal effektiven Systems kombinierte. Das bedeutendste Werk dieses Meisters ist unbestreitbar die Befestigung der Prager Burg (z.B. Menclová 1976 377-393; Durdik-Chotebor 1992). Hier forderte die Existenz der gefährlichen und ziemlich hoch gelegenen

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