Műemlék-helyreállítások tegnap, ma, holnap (A 27. Egri Nyári Egyetem előadásai 1997 Eger, 1997)

Előadások - Gerhard GLASER: Der Wiederaufbau der Frauenkirche als Denkmalpflegerische Aufgabe

GERHARD GLASER DER WIEDERAUFBAU DER FRAUENKIRCHE ALS DENKMALPFLEGERISCHE AUFGABE Ob der Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden überhaupt eine denkmalpflegerische Aufgabe ist, darüber gehen zumindest unter den Denkmalpflegetheoretikern die Ansichten auseinander. Doch denkmal­pflegerische Entscheidungen erwachsen nicht nur aus der Geschichte des Denkmals selbst, sondern auch aus den Erfahrungen besonders in Dresden während der letzten Jahrzehnte - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Geschichte der Denkmalpflege überhaupt. „Manche Teile unserer Innenstädte werden dem Forum Romanum gleichen. Pietätvoll gehütete Ruinen könnten auch bei uns von der Größe der Vergangenheit zeugen, dazwischen werden Flächen frei bleiben. Unzulängliches muß verschwinden. Einzelne neue Lebenszentren werden entstehen... " Als der Dresdner Kunsthistoriker Eberhard Hempel, Ordinarius für Baugeschichte an der Technischen Hochschule Dresden, mit diesen Worten den Wiederaufbau der kriegszerstörten Städte 1948 in der „Zeit­schrift für Kunst" unter dem Titel „Ruinenschönheit" auch unter moralischen und sozialen Aspekten dis­kutierte, war der praktische, stadtplanerische Versuch dazu bereits getan. Unter dem 28. Juni 1945 hatte der Architekt Hanns Hopp eine Wiederautbauplanung für Dresden vorgelegt, die auf dem fünf Kilomter von Ost nach West und drei Kilometer von Süd nach Nord völlig verbrannten Grund ohne Berücksichtigung histo­rischer Strukturen eine Kernstadt aus Bürohochhäusern vorsah, umgeben von Wohnbauquartieren, und entlang der Elbe einen Grüngürtel mit den Ruinen der großen Monumente auswies. Innerer Logik entbehrte dieser Vorschlag nicht. Am Morgen des 15. Februar 1945 war die Kuppel der Frauenkirche noch einmal zwischen den Rauchschwader über der Stadt zu sehen gewesen, dann brach sie gegen 10. 15 Uhr in sich zusammen, ein Beben erzeugend, gleichsam letzte Todeszuckung der Stadt als Phänomen der Kunst. Der Weg für gänzlich Neues war frei. Das Alte wurde museal entrückt, in einem besonderen Forum „konserviert, nicht restauriert", wie von Georg Dhio schon zu Beginn des Jahrhunderts geboten - asl freilich die Folgen von Weltkriegen nicht erahnbar waren. Die Männer der ersten Stunde im Herbst 1945 taten im Auftrage der Kulturabteilung der provisorischen Landesverwaltung Sachsen zunächst das als denkmalpflegerische Aufgabe Naheliegende, und das Protokoll der 1. Bergungs - und Wiederaufbausitzung am 4. August 1945 vermerkt: „Frauenkirche, die aufgefundenen Reste von Plastiken und sonstigen kirchlichen Gegenständen sollen ins Albertinum gebracht werden. Leitung des Trupps Architekt Kießling, Bildhauer Peters. Ein Teil des Neumarktes um die Frauenkirche herum gehört noch zum Gebiet dieses Trupps. " Sie halten aber auch eine Visioninmitten der toten Stadt, und in der 7. Bergungs- und Wiederaufbau­sitzung am 6. Oktober wurde protokolliert: „Die Möglichkeit der Erhaltung dieser historischen Fassade (gemeint war die Stadtsilhouette), die Dresdens Weltruf begründete, ist einer der wenigen Lichtblicke über den düsteren Trümmerhaufen, denn sie wird Dresdens Ruf als eine der schönsten Städte Deutschlands in eine Zeit neuer Blüte hinübertragen. Dieser Ruf aber fordert eine besondere Verantwortung, wie weit soll die Bewahrung des Historischen gehen?" Der dies sagte, war nicht der Landeskonservator, sondern der leitende Verkehrsplaner der Stadt, Dr. Bockemöhl.

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