Varak és kastélyok (A 25. Egri Nyári Egyetem előadásai 1995 Eger, 1995)

Előadások: - Franz Bunzi: Burgenlandi várak

Maßnahmen lediglich im Sinne von Sicherung und Konservierung zu setzen. Man verzichtete bewußt auf die Wiederherstellung der öac/ilandschaft und deckte den Palas mit einem Flachdach ein, damit soll der modernen Denkmalpflege entsprechend der Geschichtlichkeit des Baudenk­mals und seines Alterswertes in möglichst hohem Ausmaß entsprochen werden. Jegliche roman­tische hypothetische Rekonstruktion soll a priori unterbunden werden. Die 1982 erneut einge­setzten Maßnahmen setzten diese Bestreibungen fort, wobei der bedrohliche Zustand des süd-westlichen Palas, Gewölbe und Dach fehlten bereits, das stark reduzierte Mauerwerk drohte einzustürzen, eine schwerpunktsmäßige Sanierung dieses Burgabschnittes bedingte, um das la­bile Mauergefüge der Hochburg konsolidieren zu können. Hier mußte aus statischen Gründen eine Schließung der Palaswände vorgenommen werden, wodurch nicht nur eine durchgehende Begehung des Palas ermöglicht wurde, sondern auch hinsichtlich künftiger Widmungsmöglich­keiten neue Perspektiven eröffnet weurden. Zu jenem Zeitpunkt wurden auch Nachfolgenutzun­gen für Burg Güssing seitens des Stiftungsadminisdtrators angestellt die über die bereits geplante Landesausstellung hinausgehen sollten. Nach einer Fülle von Schuttentfernungen, Mauerkronensanierungen sowie dem statischen Sanierungskonzept der Hochburg konnte auch eine Verbesserung der Infrastruktur am Burgberg fur den Besucher vorgenommen werden, welcher in der Sanierung des vorgeschobenen Witwen­turmes sowie der Beringteile, bestand. Hier konnte in der Folge ein Restaurant mit Terasse ange­siedelt werden, welches dem Besucher auch die Möglichkeit eines längeren Aufenthaltes auf dem Burghügel ermöglicht. Die Beschäftigung mit der Fragestellung einer künftigen Widmung führte neben der Veranstaltung von Burgspielen bereits in den 50iger Jahren, 1967 zur Errich­tung eine Burgmuseums, welches 1969 eröffnet werden konnte, einer kleinen aber emerkenswer­ten SDammlung mit Bezug zur Familie Batthyány, Kunstgewerbestücke, Bilder, Plastiken, div. Deckelpokale, ungarische Magnatengewänder, Prunksäbel aber auch Portätbilder des 16./17. Jahrhunderts unter anderem von Lucas Cranach des Älteren. Wenn es nun gelungen ist wesentliche Teile der Burganlage zu sichern, so konnte bislang kein umfassendes Widmungskonzept gefunden werden, weichers über die jährliche Aufbereitung eines Ausstellunprogrammes hinausgeht, obwohl Anstrengungen der Landespolitik, den südl. Landesteil verstärkt in das kulturelle Geschehen einzubinden, bestehen. Die finanzielle Bedek­kung der gesetzten Maßnahmen erfolgte bisher auf Stiftungsseite durch Finanzierung von Hilfs­kräften im eigenen Wirkungsbereich aus den vom Forst heraus erwirtschafteten Gewinn, als auch durch entsprechende Landes- und Bundesforderungsmittel. Zukunftspläne bestehen in einer verbesserten Erschließung des Burgberges mittels einer Liftanlage, aber auch in Fort­führung der umfassenden Sanierungen der bislang noch ungenutzten mehrgeschossigen Kase­mattengänge. Eine besonders positive Entwicklung hat Burg Schlaining genommen, jene Anlage, welche über dem Tauchental vermutlich 1240 errichtet wurde. Die Burganlage in ihrer wechselvollen Geschichte im Besitz unter anderem der Familie Kanizsai erhält ihr wesentliches Gepräge 1445 durch die Übernahme der Burg durch den Pfandherren Andreas Baumkirchner, einem Gefolgs­mann Friedrich's des EQ., welcher auch den Auftrag zur Errichtung einer Stadt erhielt. Diese zählt heute zu den bedeutendsten Ensembles des Burgenlandes, welche in ihren Kernen noch Bauteile des 15./16. Jahrhunderts aufweist. 1544 gelangt vorerst ein Teil, dann die gesamte Burg, in den Besitz der Familie Batthyány, welche diese bis Ende des 19. Jahrhunderts im Familienbe­sitz hielt. In der Folge dient die Burg im 1. Weltkrieg u.a. zur Unterbringung von russischen Kriegsgefangenen, das Inventar wird 1935 versteigert, während der Herrschaft der National-

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