Varak és kastélyok (A 25. Egri Nyári Egyetem előadásai 1995 Eger, 1995)
Előadások: - Franz Bunzi: Burgenlandi várak
Sozialisten, wird die Burg, Anhalte- und Zwangsarbeitslager; geelangt in den 50iger Jahren wieder in Privatbesitz und wird 1980 vom Land Burgenland erworben. Mit Sammlungsstücken des Vorbesitzers Dr. Dr. Udo Iiiig präsentierte sich die Burg nun als Schauburg und wurde durch die Gründung des Österr. Institutes für Friedensforschung 1983 zur sog. Friedensburg. Damit ergab sich eine Doppelfunktion der Burg, einerseits die museale Präsentation im ältesten Teil um den sog. „Schwarzen Hof und andererseits als Friedensinstitut mit den Räumen in der Vorburg bzw. im wiedererrichteten Granarium. Das sich ausweitende Friedensinstitut bedingte auch Überlegungen hinsichtlich der Schaffung von entsprechenden Seminarräumen, welche im Zwingerbereich der Burg gefunden werden konnten. An den äußeren Bering der Burganlage wurde in der Barockzeit ein Speicherbau aufgeführt wurde, welcher in den Nachkriegsjahren jedoch zum Einsturz gelangte. Der mehrgeschossige Bau konnte entsprechend dem Funktionsprogramm des Institutes unter Wiederherstellung der Dachsilhouette nach hist. Fotomaterial adaptiert werden, wobei im Bereich der Bastion ein Konferenzsaal mit eingehängter Empore konzipiert werden konnte. Mit der Übernahme der Burg durch das Land Burgenland war aber auch die Erstellung eines umfassenden Gesamtrestaurierungskonzeptes verbunden, dessen erste Etappe vor kurzem im Rahmen einer Dachsanierung mittels keramischen Ziegelmaterials abgeschlossen werden konnte und die dringend erforderliche Fenstersanierung begonnen wurde. Einen wesentlichen Restaurierabschnitt stellte dabei die Restaurierung der Hoffassaden des sog. „Schwarzen Hofes" dar, eine Bezeichnung welche von der schwarzen Dekorationsmalerei des 17. Jahrhunderts abgeleitet wird. Hier wurden Bauteile der Spätgotik mit Neugestaltungen aus dem 17. Jahrhundert, wie bereits erwähnt von Philliberto Lucchese, überlagert. Die Ansiedlung des Österr. Friedensinstitutes hat durch die Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur bewirkt, daß hier auch überregionale Veranstaltungen durchgeführt werden können. Aber auch die Ausstrahlung in den Ort, ermöglichte den Ausbau eines Meierhofes zum Hotel einschl. jüngerer Erweiterungsbauten sowie eine Belebung der aufgrund ihrer sozialen Struktur in ihrer Entwicklung zurückgebliebenen Stadt. Eine wohl der prominentesten Burganlagen des Burgenlandes stellt Burg Forchtenstein, auf einem frei stehenden Dolomitfelsen errichtet, dar. Der dreistufige Aufbau der Anlage wird von einem Mauerring mit Zinnenschießscharten und vorspringenden Bastionen umschlossen, innerhalb dieses Ringes erhebt sich sodann das eigentliche Schloß, und an höchster Stelle des Plateaus steht der mittelalterliche Bergfried mit seiner kielförmigen Ausbildung zum Hang gerichtet. Das mittelalterliche Aussehen der Burg ist nicht mehr im Detail rekonstruierbar, jedoch können Bauteile der 1291 errichteten Anlage der Grafen von Mattersdorf noch in der Form des Bergfriedes und des östl. anschließenden Palas in Teilen der Ringmauer festgestellt werden. Das Innere des Turmes zeigt einen quadratischen Hauptraum mit Kreuzrippengewölbe, die von vier skulpierten Konsolen getragen werden, Eisentüren aus der Gotik schließen den Raum ab. Der Turm selbst gibt als Spornturm ein gutes Beispiel eines frühgotischen Bergfriedes ab. Der eigentliche ausbau des Schlosses erfolfgte im 2./Viertel des 17. Jahrhunderts unter Nikolaus Esterházy, der die Burg bereits 1622 übernommen hat. Auch heute noch wird das Erscheinungsbild der Burg durch diese Bauphase geprägt. Als Baumeister für diese Arbeiten scheint in den Archivalien Simon Radäck, ursprünglich Simone Retacco, auf welcher u.a. auch an den Bauten der Hofburg in Wien gewirkt hat. Die mittelalterliche Burganlage wurde also unter Nikolaus Esterházy in den Jahren 1632—1643 weitgehend umgebaut und damit den damaligen Bedürfnissen angepaßt; sein Sohn Paul der I. setzte in der Folge mit dem Ausbau der Basteien fort und zonte den Wohntrakt auf.